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Nicole Braunger wird Operndirektorin am Staatstheater Karlsruhe Badische Frauenoffensive

Das Badische Staatstheater in Karlsruhe bläst mit fünf Frauen in Führungspositionen zur Frauenoffensive. Eine davon ist die künftige Operndirektorin Nicole Braunger.


Mit der Österreicherin Nicole Braunger wird erstmals eine Frau Operndirektorin am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Sie wird Nachfolgerin von Michael Fichtenholz, der von der Spielzeit 2018/19 an die Operndirektion am Opernhaus Zürich leiten wird. Dies teilte das Badische Staatstheater am Dienstag, 20. März, mit. Mit der ausgebildeten Sängerin Braunger komme ein bestens vernetzter Musiktheater-Profi mit großer Sängerkenntnis ans Haus, so das Staatstheater. Baden-Württembergs Kunstministerin Theresia Bauer hält Braunger für eine "ausgezeichnete Wahl" und ein "künstlerisches Zukunftsversprechen für Karlsruhe!“

Seitenwechsel: Von der Sängerin zur Künstleragentin

Die im niederösterreichischen Mödling geborene Braunger studierte Sologesang am Konservatorium Wien und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Nach ihrem Diplom war sie von 2006 bis 2010 als Sopranistin im Ensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin engagiert. Danach wechselte sie die Seiten und wurde Künstleragentin. Seit 2017 arbeitet sie als Leiterin der Regie-Abteilung bei der Wiener Agentur ARSIS. Dort vertritt sie Regisseure wie Harry Kupfer, Kirill Serebrennikov, Lydia Steier oder Keith Warner. Die Agentur zählt zu den weltweit führenden Agenturen und vermittelt auch Sängerinnen und Dirigenten wie Anette Dasch, Anja Kampe, Kirill Petrenko oder Simone Young.

"Setzen einen starken Akzent"

Neben der Opernleitung wird ab der kommenden Spielzeit auch die Künstlerische Betriebsdirektion mit Uta-Christine Deppermann, die Schauspieldirektion mit der Regisseurin Anna Bergmann und das Volksteater mit Stefanie Heiner unter weiblicher Leitung stehen. Vervollständigt wird die Frauenriege ab der Spielzeit 2019/2020 mit Bridget Breiner, welche dann als Ballettdirektorin die Nachfolge von Birgit Keil antritt. Generalintendant Peter Spuhler dazu: „Mit diesen Theaterfachfrauen setzen wir einen starken Akzent. Sie werden sich, auch spartenübergreifend, mit den gesellschaftlich relevanten Themen Geschlechtergerechtigkeit und Geschlechterverhältnisse auseinander setzen.“

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