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Preisträger des 13. "Junge Ohren Preis" stehen fest Schweiz ist Tonangeber bei Musikvermittlung

Der "Junge Ohren Preis" prämiert jährlich herausragende Musikvermittlungsprogramme und würdigt deren MacherInnen für ihre beispielgebende Arbeit. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr das Luzerner Sinfonieorchester und die Musikmanagerin Ilona Schmiel.

Ilona Schmiel

Ihre Laufbahn startete 1993 als Assistentin der Donaueschinger Musiktage: Ilona Schmiel, jetzt Intendantin bei der Tonhalle Gesellschaft Zürich

Die Preisträger des 13. "Junge Ohren Preis" stehen fest: Am Dienstagabend, 27. November, nahm das Luzerner Sinfonieorchester in Dortmund die Auszeichnung in der Kategorie "Programm" für sein inklusives Programm "Musikvermittlung & Soziales Engagement“ entgegen. Preisträgerin in der Kategorie "Charakter" ist die amtierende Intendantin des Tonhalle Orchesters Zürich Ilona Schmiel. Der Wettbewerb gilt als renommiertester seiner Art im gesamten deutschsprachigen Raum und möchte nach eigenen Angaben "Zeichen setzen für ein lebendiges und modernes Musikleben."

Unterwegs mit dem "Musikwagen"

Das Luzerner Sinfonieorchester erreicht mit seinem Programm in einem breit angelegten und inklusiven Ansatz ein vielfältiges Publikum - nicht nur in der Stadt Luzern. Mit der mobilen Spielstätte "Musikwagen“ erweitert es seinen Wirkungskreis auf die gesamte Zentralschweiz und vernetzt sich sinnvoll mit Partnerorganisationen aus Bildung, Sozialwesen und Kultur. Jährlich werden dabei 10.000 Menschen mit diesem reichhaltigen Angebot erreicht, das vor allem durch das Engagement der Musiker/innen getragen wird.

Musik im Ohr mit Ilona Schmiel

Mit der Auszeichnung von Ilona Schmiel in der Kategorie "Charakter" würdigt die Jury eine Intendantin, die an den unterschiedlichen Stationen ihrer Karriere programmatisch wie strukturell wegweisende Akzente für Musikvermittlung als essentiellen Bestandteil von Kulturinstitutionen gesetzt hat. 1998 übernahm sie als jüngste Intendantin Deutschlands die Geschäftsführung und künstlerische Leitung des Bremer Konzerthauses Die Glocke, das 1999 als eines der ersten Konzerthäuser in Deutschland mit der Reihe „Musik im Ohr“ ein eigenes konzertpädagogisches Programm entwickelte.
In ihrer Zeit als Intendantin und Geschäftsführerin des Beethovenfestes Bonn entwickelte sie die Konzeption des „Schülermanager-Projekts“, das viele weitere Peer-to-Peer-Programme inspirierte. Mit der Saison 2014/15 wechselte sie als Intendantin zur Tonhalle-Gesellschaft Zürich, wo sie an der Öffnung und Modernisierung des traditionsbewussten Hauses arbeitet – im Schulterschluss mit ihrem festen Education-Team.

Der Jury des 13. JUNGE OHREN PREIS gehörten an: Bettina Büttner-Krammer (Wiener Symphoniker), Matthijs Bunschoten (Musikkollegium Winterthur), Ute Legner (MEHR MUSIK! Augsburg), Kerstin Unseld (SWR2), Pascal Sticklies (Philharmonie Luxembourg und Orchestre Philharmonique Luxembourg), Hartmut Welscher (VAN Magazin) und Oliver Wenhold (Deutsche Orchestervereinigung).

Mehr zum Thema im SWR:

Im Programm

Johann Sebastian Bach:
"Jauchzet Gott in allen Landen" BWV 51
Natalie Dessay (Sopran)
Le Concert d'Astrée
Leitung: Emmanuelle Haïm
Arnold Schönberg:
"Pelleas und Melisande" op. 5
Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern
Leitung: Josep Pons
Joseph Haydn:
Sonate As-Dur Hob. XVI/43
Marc-André Hamelin (Klavier)
Hans Pfitzner:
Sinfonie C-Dur op. 46
Bamberger Symphoniker
Leitung: Werner Andreas Albert
Ludwig van Beethoven:
Musik zu Friedrich Dunckers Drama Leonore Prohaska
Bodil Arnesen (Sopran)
Helga Lehner (Sprecherin)
Konstantin Restle (Glasharmonika)
Renate Erxleben (Harfe)
Rundfunk-Chor
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Karl Anton Rickenbacher