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Schostakowitsch-Tage in der Sächsischen Schweiz ehren Komponisten Scheunen-Festival mit Uraufführungen

Der kleine Ort Gohrisch in Sachsen ist zur Pilgerstätte für Schostakowtisch-Fans geworden. Bei den Festival in Gohrisch gab es auch wieder eine Uraufführung des russischen Komponisten.

 Die Konzert-Scheune Schostakowitsch-Tage

Der Ort der Uraufführung: Die Konzert-Scheune im Kurort Gohrisch in der Sächsischen Schweiz

Die Internationalen Schostakowitsch-Tage Gohrisch bleiben ihrem Ruf als musikalische Schatzgrube treu. Bei der 9. Ausgabe des Festivals gab es vom 21. bis 24. Juni gleich drei Uraufführungen und drei deutsche Erstaufführungen. Ein Werk stammte von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) selbst, dessen Impromptu für Viola und Klavier erst im Sommer 2017 in einem Archiv in Moskau gefunden wurde. Mit weiteren Uraufführungen waren die polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki und Krzysztof Meyer vertreten.

Die Uraufführung in der Scheune

6:28 min | Mo, 25.6.2018 | 15:05 Uhr | SWR2

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Schostakowitsch-Tage in Ghorisch

Uraufführung nach 87 Jahren

Fischer, Claus

40 Jahre nach dem Tod des Komponisten wurde bei den Schostakowitsch-Tagen in Gohrisch jetzt ein erst kürzlich entdecktes Werk uraufgeführt: Dmitrij Schostakowitschs Impromptu für Viola und Klavier. Claus Fischer war bei diesem denkwürdigen Konzert vor Ort.

Die kleine Ortschaft Gohrisch in der Sächsischen Schweiz ist mit dem eigenen Festival in den letzten Jahren zu einem Geheimtipp der weltweiten Schostakotwitsch-Anhängerschaft geworden. Tobias Niederschlag, Künstlerischer Leiter des Festivals, führt das ungebremste Interesse an Schostakowitsch auf die Qualität seiner Musik zurück. „Sie hat eine starke Emotionalität und erreicht auch jene Hörer, die den historischen Kontext der Entstehungszeit vielleicht nicht so gut kennen.“ Der Musikwissenschaftler erinnert daran, dass die „Leningrader Sinfonie“ des Komponisten während des Zweiten Weltkrieges in den USA ebenso wie in der Sowjetunion aufgeführt wurde.

Festivalort dank DDR-Vergangenheit

In Gohrisch befand sich früher ein Gästehaus des DDR-Ministerrates. Dort machten neben Staatsführern auch Künstler und Geschäftsleute Urlaub. Schostakowitsch erholte sich zwei Mal in der idyllischen Landschaft und arbeitete dort auch. 1960 hat er hier sein 8. Streichquartett komponiert. Es gilt als seine persönliche Abrechnung mit Stalin und eines der zentralen Kammermusikwerke des 20. Jahrhunderts.

Im Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Klavierkonzert Nr. 2 d-Moll op. 40
András Schiff (Klavier)
Symphonieorchester des BR
Leitung: Charles Dutoit
Giovanni Pierluigi da Palestrina:
2 Motetten
Chor des BR
Leitung: Peter Dijkstra
Edward Elgar:
Sinfonie Nr. 1 As-Dur op. 55
Bamberger Symphoniker
Leitung: Ryan Wigglesworth
Gioacchino Rossini:
Szene und Arie der Anai aus dem 4. Akt der Oper "Moise et Pharaon"
Arie der Armida aus dem 2. Akt der Oper
Marina Rebeka (Sopran)
Julia Heiler (Mezzosopran)
Levy Sekgapane (Tenor)
Gianluca Margheri (Bariton)
Chor des BR
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Marco Armiliato
Wolfgang Amadeus Mozart:
Sonate D-Dur KV 381
Duo del Valle

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