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Besser schlafen mit Bach und Mozart Schlafmittel Klassische Musik

Millionen Menschen leiden unter Schlafstörungen. Manche nutzen dagegen Medikamente, andere verwenden einfach Musik als entspannende Einschlafhilfe. Am beliebtesten ist dabei klassische Musik.

Eine Frau schläft in einem Bett, schöaffördernde Töne erreichen als Schallwellen ihre Ohren

Korrespondieren Herzschlag und der Takt der Musik, wirkt das beruhigend.

Viele Menschen hören abends Musik, um besser in den Schlaf zu finden. In einer Online-Umfrage gaben mehr als 62 Prozent der Befragten an, dass sie Musik schon mal zum Einschlafen gehört haben. Klassik-Musik sei als Einschlafhilfe bei einem Drittel der Befragten am beliebtesten gewesen, gefolgt von Rock und Pop, berichten die Forscher im Fachmagazin "Plos One" weiter. Für den deutschen Schlafforscher Hans-Günter Weeß ist das grundsätzlich wenig überraschend. "Alles was entspannt, erleichtert uns das Einschlafen", sagte der Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum in Klingenmünster und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Musik sei eine Möglichkeit von vielen.

Das Team um Tabitha Trahan von der University of Sheffield hatte weltweit Erwachsene auf ihre geplante Untersuchung aufmerksam gemacht, etwa über Social Media-Plattformen wie Facebook und Twitter oder per Email. Insgesamt 651 Menschen machten mit. Insgesamt nannten die Teilnehmer 545 Komponisten, Sänger oder Instrumentalisten als beliebte Einschlafhilfen. Mit 15 Nennungen wurden Werke von Johann Sebastian Bach am häufigsten erwähnt. Es folgten Pop-Sänger Ed Sheeran und Komponist Wolfgang Amadeus Mozart mit je 13 Nennungen. Brian Eno, Coldplay und Frédéric Chopin waren weitere genannte Einschlafhilfen.

Musikinteressierte hören auch Musik beim Einschlafen

Wie die Forscher weiter berichten, litten nicht alle Befragten unter Schlafstörungen. Sie wollten durch das Hören von Musik dennoch ihre Schlafqualität erhöhen. Als weitere Gründe gaben Teilnehmer an, sich mit Musik körperlich und geistig entspannen zu wollen und sich von Gedanken abzulenken, die sie sonst am Einschlafen hindern würden. Auch Gewohnheit sowie allgemeine Leidenschaft für Musik seien wichtige Gründe. Repräsentativ sei die Online-Studie allerdings nicht, räumen die Autoren ein, da sich vermutlich vor allem Musikinteressierte für eine Teilnahme entschieden hätten.

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Im Programm

Antonín Dvorák:
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 13
Tschechische Philharmonie
Leitung: Jirí Belohlávek
Johannes Brahms:
Sonate f-Moll op. 120 Nr. 1
Shirley Brill (Klarinette)
Jonathan Aner (Klavier)
Igor Strawinsky:
Concerto in D
Kammerorchester Basel
Leitung: Christopher Hogwood
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Oktett Es-Dur op. 20
Matthias Wollong, Yamei Yu (Violine)
Hartmut Rohde (Viola)
Michael Sanderling (Violoncello)
Leipziger Streichquartett
Joseph Haydn:
Divertimento G-Dur Hob. IV/9
Paul Meisen (Flöte)
Ernö Sebestyén (Violine)
Martin Ostertag (Violoncello)

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