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Homophobie Protest gegen Beschäftigung von Valery Gergiev bei Bayreuther Festspielen

Valery Gergiev wird in Bayreuth dieses Jahr als Dirigent die neue „Tannhäuser“-Produktion leiten. Am 17. Mai wird dagegen in Bayreuth demonstriert. Grund ist die angebliche homophobe Einstellung des russischen Dirigenten.

Valery Gergiev dirigiert

Jetzt auch Gegenstand von Demonstrationen: Valery Gergiev, hier Don Carlo dirigierend

Am 17. Mai 2019 ist Internationaler Tag gegen Homophobie. Aus diesem Anlass ruft in Bayreuth für diesen Tag ein lokales Bündnis zu einer Demonstration für Toleranz auf und gegen die Beschäftigung des russischen Dirigenten Valery Gergiev bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen. Das Bündnis fordert die Festspiele auf, Gergiev nicht für die Tannhäuser-Produktion zu engagieren, da es nicht zugelassen werden dürfe, „dass homophober und menschenverachtender Propaganda eine Bühne gegeben wird.“

„Kunst findet nicht in einem Vakuum statt. Kunst und Künstler können nicht von ihrer gesellschaftlichen Bedeutung getrennt werden. Gergiev zu engagieren heißt, seine Unterstützung von menschenverachtender Politik zu akzeptieren. Wer das akzeptiert, der ebnet den Weg für Homosexuellenfeindlichkeit und Diskriminierung.“ (Aufruf für die Demo „Keine Bühne für Homophobie - auch nicht im Orchestergraben“ durch die Parteien DIE LINKE. Bayreuth und Mut Oberfranken)

Proteste gegen Gergiev auch schon in München

Der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev, gilt als ein erklärter Anhänger des russischen Präsidenten Wladimir Putin und rechtfertigte in der Vergangenheit dessen repressive Politik gegen Homosexuelle. Bereits in der Vergangenheit kam es daher immer wieder zu Demonstrationen homosexueller Gruppen gegen die Auftritte und Engagements des russischen Stardirigenten. Auch in München gab es vor einigen Jahren Proteste gegen seine Berufung als Chefdirigent, unter anderem von der Wählerinitiative „Rosa Liste“, die auch im Münchner Stadtrat vertreten ist.

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