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Ruhm und Ehre Preise der Deutschen Schallplattenkritik für SWR Vokalensemble und SWR Jazzhaus

Zwei Konzertaufnahmen des Südwestrundfunks zählen zu den besten neuen CDs des vergangenen Quartals: Eine Aufnahme von 1988 mit Michel Petrucciani und seinem Trio in Karlsruhe und ein Konzert des SWR Vokalensembles bei den Donaueschinger Musiktagen 2017.

3:18 min | Fr, 8.2.2019 | 12:33 Uhr | SWR2 Journal am Mittag | SWR2

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Neue CD

"One night in Karlsruhe" vom Michel Petrucciani Trio

Georg Waßmuth

Lange mussten die Fans auf diese Veröffentlichung warten. 1988 hat der Ausnahmepianist Michel Petrucciani ein Konzert in Karlsruhe gegeben. Nun ist der Mitschnitt dieser Performance als CD erhältlich

28 Neuveröffentlichungen des Tonträgermarktes wurde mit dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) ausgezeichnet, wie der Verein am 15. Mai mitteilte. In der Kategorie Zeitgenössische Musik konnte dabei das SWR Vokalensemble die Jury überzeugen. Auf der ausgezeichneten CD präsentiert das Ensemble gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester zwei Werke des portugiesischen Komponisten Emmanuel Nunes (1941-2012). Der erste Teil der CD entstand 2017 in Donaueschingen, als dort Nunes' mystisch-spirituelles Werk „Minnesang“ (1975-1976) aufgeführt wurde. Die Jury befand: „Intelligente, lebendige Musik in bestmöglicher Interpretation!“

In der Kategorie Jazz ging der Vierteljahrespreis an das Label SWR Jazzhaus und die CD „One Night in Karlsruhe“. Die Aufnahme stammt vom Juli 1988 aus dem Karlsruher jubez, wo Pianist Michel Petrucciani (1962-1999), Bassist Gary Peacock und Drummer Roy Haynes gemeinsam auftraten. Eine Besetzung, die bis dato nur auf einem einzigen Album dokumentiert war. Die Karlsruher Aufnahme bietet laut Jury „atemraubende Virtuosität, sprühenden Einfallsreichtum, feinnervige Lyrik, berührende Gefühlswärme und überschäumende Spielfreude.“

Preise in maximal 32 Kategorien

Die Bestenlisten enthalten vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen des Tonträgermarktes der vorangegangenen drei Monate. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität. 155 Juroren bewerten dabei in 32 Kategorien. In der fünfköpfigen ehrenamtlich tätigen Jury für die Kategoire Zeitgenössische Musik sind in diesem Jahr Marita Emigholz, Thomas Meyer, Nina Polaschegg, Egbert Tholl und Margarete Zander. Für den Jazz sind Lothar Jänichen, Rainer Nolden, Werner Stiefele und Marcus A. Woelfle aktiv.

Im Programm

Johann Sebastian Bach:
Tripelkonzert a-Moll BWV 1044
Katy Bircher (Flöte)
Manfredo Kraemer (Violine)
Lars Ulrik Mortensen (Cembalo)
Concerto Copenhagen
Johannes Brahms:
Klaviertrio C-Dur op. 87
Wiener Klaviertrio
Johann Nepomuk Hummel:
"Das Zauberschloß", Suite
London Mozart Players
Leitung: Howard Shelley
Gabriel Fauré:
Streichquartett e-Moll op. 121
Quatuor Ébène
Antonín Dvořák:
"Die Waldtaube" op. 110
Berliner Philharmoniker
Leitung: Simon Rattle

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