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Bayreuther Festspiele Pietari Inkinen dirigiert nächsten Ring in Bayreuth

Wer wird 2020 für die Neuproduktion des vierteiligen Mammutwerks "Ring des Nibelungen" in Bayreuth verantwortlich sein? Pünktlich zum diesjährigen Start der Festspiele wurde das Geheimnis nun gelüftet. Es sind zwei Debütanten in Bayreuth.

Pietari Inkinen

In Bayreuth auf den Spuren von Pierre Boulez und Christian Thielemann: Pietari Inkinen, der Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern

Der finnische Dirigent Pietari Inkinen (39) wird im Sommer 2020 die Neuproduktion von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen leiten. Inszeniert wird Wagners vierteiliges Opus von dem 30-jährigen österreichischen Regisseur Valentin Schwarz, wie die Bayreuther Festspiele heute, 24. Juli, auf einer Pressekonferenz mitteilten. Schwarz assistierte bisher unter anderem bei den Regiestars Jossi Wieler, Armin Petras und Kirill Serebrennikov an den Opernhäusern in Stuttgart, Mannheim und Weimar. Inkinen ist seit 2017 Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.

"Nur wenigen Dirigenten wird die Ehre zuteil, dieses große Meisterwerk unter den einzigartigen Bedingungen und in der besonderen Atmosphäre des Bayreuther Festspielhauses dirigieren zu dürfen. Ich fühle mich geehrt, mich in den exklusiven Kreis der herausragenden Kollegen einzureihen, die dieses große Meisterwerk geleitet haben. Wie so viele Interpreten und Wagnerianer wurde ich schon sehr früh in Wagners Bann gezogen. In seinen Kosmos einzutauchen und mit so vielen talentierten und erfahrenen Kollegen zu arbeiten, wird zweifellos ein Höhepunkt meiner Karriere sein.“ (Pietari Inkinen)

Wagnerkenner Inkinen

Bei Inkinen ist die Musik Richard Wagners wichtiger Bestandteil seiner Karriere. 2013 leitete er den allerersten Ring der Opera Australia und wurde für sein Operndirigat beim Ring in Australien mehrfach ausgezeichnet. Für Wagners Rheingold-Produktion in Palermo wurde er von den italienischen Musikkritikern in der Kategorie „Beste Aufführung“ geehrt. Außerdem brachte er verschiedene Wagner-Opern konzertant zur Aufführung.

"Ich halte ihn für einen der begabtesten und vielversprechendsten jungen Dirigenten, die es gibt." (Katharina Wagner zur Verpflichtung des Musikalischen Leiters Pietari Inkinen)

Neben seinem Posten als Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie ist Inkinen seit der Saison 2016/17 auch Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra und seit 2015 der Prager Symphoniker. Von 2008 bis 2016 war er Music Director des New Zealand Symphony Orchestra, dessen Ehrendirigent er inzwischen ist. Von 2014 bis 2019 wirkte er als Chefdirigent der Ludwigsburger Schlossfestspiele.

Im Programm

Rupert Ignaz Mayr:
Suite Nr. 6 D-Dur
L'Arpa Festante
Leitung: Rien Voskuilen
Paul Taffanel:
"Freischütz-Fantasie"
Emmanuel Pahud (Flöte)
Philharmonisches Orchester Rotterdam
Georg Muffat:
"Fasciculus IV - Impatientia"
Salzburg Barock
Frédéric Chopin:
Walzer Es-Dur op. 18
Alice Sara Ott (Klavier)
Ludwig van Beethoven:
Finale aus der Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Leitung: John Eliot Gardiner
Johann Christian Bach:
Sinfonie F-Dur op. 3 Nr. 5
Academy of St. Martin in the Fields
Leitung: Neville Marriner

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