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Ruhm und Ehre Oud-Spieler Saïd gewinnt ersten “Aga Khan Music Award”

Bei dem Finale des Wettbewerbs der muslimischen Musik erhielten Musikerinnen und Musiker Preise im Wert von insgesamt einer halben Million US-Dollar. Der ägyptische Musiker Mustafa Saïd ist Hauptpreisträger der erstmals vergebenen “Aga Khan Music Awards”.

Mustafa Said

Der erste Preisträger: Mustafa Saïd, auch Gründer des Asil Oriental Ensembles und Dozent für traditionelle arabische Ensemble-Musik am Higher Institute of Music der Antonine University (Libanon)

Insgesamt haben rund 200 Musikerinnen und Musiker aus Ländern mit großen muslimischen Gemeinden an dem Wettbewerb teilgenommen, der am 31. März in Lissabon zu Ende ging.

Mit dem Wettbewerb will das religiöse Oberhaupt der ismailitischen Nizariten, Karim Aga Khan IV, herausragende muslimische Musizierende ehren. Die “Aga Khan Music Awards” stehen für Toleranz und Vielfalt, heißt es in einer Pressemeldung des Aga Khan Development Network. Sie sollen die muslimische Musiktradition stärken und ihre Bekanntheit in der nicht-muslimischen Welt vergrößern.

6:31 min | Mi, 10.4.2019 | 10:05 Uhr | SWR2 Treffpunkt Klassik | SWR2

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Neuer Musikwettbewerb

Der Aga Khan Music Award

Regine Müller

Der „Aga Khan Music Awards“ ist ein neu geschaffener Wettbewerb, der sich der Tradition nicht-westlicher Klänge widmet. Bewertet wird nicht nur in rein musikalischen Kategorien, sondern auch „Bildung“, „Kreation“ und „Soziale Inklusion“ spielen eine Rolle. Von der Premiere des Wettbewerbs in Lissabon berichtete Regine Müller.

Der blinde Oud-Spieler, Musikwissenschaftler, Sänger und Komponist Mustafa Saïd gewann bei den “Aga Khan Music Awards” in der Kategorie “Performance”. Außerdem hat ihn die Jury für sein Lebenswerk geehrt. Weitere Preisträger aus den fünf anderen Kategorien sind das Omnibus Ensemble in der Kategorie “Education” und Badiaa Bouhrizi in der Kategorie “Social Inclusion”.

Wie man das Preisgeld unter den Gewinnern aufgeteilt hat, wurde nicht bekannt gegeben. In der Fachjury des Wettbewerbs war auch David Harrington, Geiger und Gründer des Kronos Quartet, sowie der Komponist und Musikwissenschaftler Nouri Iskandar.

Aga Khan - Multimilliardär und Imam

Gründer des Preises ist der Multimilliardär und Imam Karim Aga Khan VI. Der 83-Jährige ist religiöses Oberhaupt von 20 Millionen ismailitischen Nizariten, einer weltweiten muslimischen Glaubensgemeinschaft. Sein Stiftungs-Netzwerk kämpft nach eigenen Angaben weltweit gegen Armut und setzt sich für die Stärkung von Frauenrechten ein.

Teil dieses Netzwerkes ist auch die Aga Khan Music Initiative, die nun die ersten “Aga Khan Music Awards” ins Leben gerufen hat. Der Wettbewerb soll künftig alle drei Jahre stattfinden.

Der Preisträger

Im Programm

Karl von Ordonez:
Sinfonie C-Dur
L'arte del mondo
Leitung: Werner Ehrhardt
Carl Reinecke:
Improvisation über eine Gavotte von Christoph Willibald Gluck op. 125
Dian Baker, Eckart Sellheim (Hammerklavier)
Giuseppe Torelli:
Sonate Nr. 1 D-Dur
Wynton Marsalis (Trompete)
English Chamber Orchestra
Leitung: Anthony Newman
Carl Czerny:
Allegro maestoso aus dem Klavierkonzert F-Dur op. 28
Tasmanian Symphony Orchestra
Klavier und Leitung: Howard Shelley
Pablo de Sarasate:
Gavotte aus "Mignon" op. 16
Tianwa Yang (Violine)
Markus Hadulla (Klavier)
Michael Haydn:
Divertimento G-Dur P 8
Slowakisches Kammerorchester Bratislava
Leitung: Bohdan Warchal

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