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Ruhm und Ehre Student Sebastian Heindl gewinnt weltweit höchstdotierten Orgelwettbewerb

Alle drei Jahre werden die besten jungen Talente der Orgelwelt in den malerischen Longwood Gardens in Pennsylvania (USA) eingeladen. In diesem Jahr war nur ein einziger Europäer zu dem Wettbewerb zugelassen - und gewann.

Sebastian Heindl

Der Gewinner Sebastian Heindl in Longwood Gardens - mit der "Pierre S. du Pont-Medaille" des Wettbewerbssiegers und dem Siegerstrauß

Der 21-jährige Sebastian Heindl ist der Gewinner des mit 40.000 Dollar dotierten 1. Preis bei der Longwood Gardens International Organ Competition in den USA. Der Kirchenmusikstudent an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" (HMT) erhielt auch noch den Publikumspreis und den Sonderpreis der American Guild of Organists (AGO). An dem Wettbewerb nahmen nur zehn Organisten teil, deren Audio-Aufnahmen zuvor in der Qualifizierungsrunde anonym von einer Fachjury bewertet wurden.

Sebastian Heindl wurde 1997 im thüringischen Gera geboren und war Chorknabe im Thomanerchor Leipzig. Dort nahm er auch seinen ersten Orgelunterricht. Mit 17 Jahren nahm er im Magdeburger Dom seine Debüt-CD auf und produzierte Live-Aufnahmen für den MDR, BR und wirkte als jugendlicher Organist in der BBC-Filmdokumentation von Sir John Eliot Gardiner mit. Von der Fachzeitschrift ORGAN wurde er als "Organist des Jahres 2016" ausgezeichnet. Sein Debüt im Gewandhaus Leipzig gab der Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes mit Poulencs Orgelkonzert.

Jüngster Teilnehmer überzeugt mit Bach und Messiaen

Der internationale Orgelwettbewerb in Longwood Gardens steht Organisten im Alter von 18 bis 30 Jahren offen. Der weltweit höchstdotierte Orgelwettbewerb findet an einer großen Aeolian-Konzertsaalorgel mit 237 Registern statt. Das Repertoire konzentriert sich auf symphonische Orgelmusik und Transkriptionen. Sebastian Heindl, der jüngster Teilnehmer war, konnte mit Werken von J. S. Bach, César Franck, Sigfrid Karg-Elert und Transkriptionen von Modest Mussorgski und Olivier Messiaen sowohl die Fachjury als auch das Publikum überzeugen.

Im Programm

Twiolins
Robeat (Beat Boxer)
Kammerorchester Pforzheim
Leitung: Mark Mast
Johann Sebastian Bach:
Concerto für 2 Violinen und Orchester d-Moll BWV 1043
Robeat:
Human Beatbox solo
Jürgen Christ:
Beatfire
Edmund Joliffe:
Waltz diabolique
Benjamin Heim:
Trance No. 1
Karl Jenkins:
Palladio für 2 Violinen, Human Beatbox und Kammerorchester
(Konzert vom 8. Juni in Oberndorf)

Selina Ott (Trompete)
En-Chia Lin (Klavier)
Johann Baptist Neruda:
Trompetenkonzert Es-Dur
César Franck:
Prélude, fuge et variation op. 18
Eugene Bozza:
Rustiques
Alexander Arutjunjan:
Trompetenkonzert
Frédéric Chopin:
Ballade
(Konzert vom 10. Juni in Baiersbronn)

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