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Oliver Schnyder tritt als Intendant des Davos Festival zurück Musik und Leitung unvereinbar

Ob Lockenhaus oder Herrenhausen: Aktive Musiker als Intendanten sind in der Festivallandschaft keine Seltenheit. Beim Davos Festival endet diese Doppelrolle von Pianist Oliver Schnyder allerdings vorzeitig.

Oliver Schnyder Trio

Intendanz und künstlerische Tätigkeit sind für ihn inkompatibel - Oliver Schnyder (re.) mit seinem gleichnamigen Trio.

Der Intendant des Davos Festival, Oliver Schnyder, tritt vorzeitig von seinem Amt zurück, wie das Festival heute, 15. November, mitteilte. Schnyder wird damit nach nur einer Festivalausgabe, der kommenden, seine Tätigkeit als Festivalleiter zum 31. August 2019 wieder beenden. "Ich musste erkennen, dass ein Engagement, das meinen professionellen Ansprüchen genügt, auf Dauer nur auf Kosten meiner angestammten künstlerischen und pädagogischen Tätigkeiten möglich ist," begründet der auch als Pianist tätige Schneyder seinen Rücktritt.

"Das Festival zeichnet sich seit 34 Jahren als innovative Organisation aus, die Künstlerintendanten mit der Ausarbeitung der Festivalprogramme betraut. Leider hat uns Oliver Schnyder nun informiert, dass seine künstlerisch-interpretierende und pädagogische Tätigkeit mit den Aufgaben eines Intendanten nicht kompatibel waren."
(Matthias von Orelli, Stiftungsratspräsident des Davos Festival)

Schnyder wurde erst im März diesen Jahres als neuer Intendant des Davos Festivals präsentiert. Sein Vorgänger, der Klarinettist Reto Bieri, hatte das Festival von 2013 bis zum Ende der diesjährigen Ausgabe des Festivals geleitet. Er begründete seinen Rückzug ebenfalls damit, sich verstärkt auf seine Tätigkeit als Klarinettist und Professor für Kammermusik an der Hochschule für Musik Würzburg konzentrieren zu wollen. Nach Angaben des Festivals wurde die Suche nach einem geeigneten Nachfolger beziehungsweise einer geeigneten Nachfolgerin umgehend eingeleitet.

Alpenfestival für aufstrebende Musiker

Das Davos Festival wurde im Sommer 1986 auf Initiative von Michael Haefliger, dem derzeitigen Intendanten des Lucerne Festival, als Plattform für junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt ins Leben gerufen. Während zwei Wochen werden die jungen KünstlerInnen nach Davos eingeladen und zu stets wechselnden Kammermusikformationen zusammengestellt. Unter dem Motto "Einschnitt“ werden zum kommenden Festival im August 2019 rund 70 Künstlerinnen und Künstler aus über 18 Ländern anreisen.

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Im Programm

Johann Sebastian Bach:
"Jauchzet Gott in allen Landen" BWV 51
Natalie Dessay (Sopran)
Le Concert d'Astrée
Leitung: Emmanuelle Haïm
Arnold Schönberg:
"Pelleas und Melisande" op. 5
Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern
Leitung: Josep Pons
Joseph Haydn:
Sonate As-Dur Hob. XVI/43
Marc-André Hamelin (Klavier)
Hans Pfitzner:
Sinfonie C-Dur op. 46
Bamberger Symphoniker
Leitung: Werner Andreas Albert
Ludwig van Beethoven:
Musik zu Friedrich Dunckers Drama Leonore Prohaska
Bodil Arnesen (Sopran)
Helga Lehner (Sprecherin)
Konstantin Restle (Glasharmonika)
Renate Erxleben (Harfe)
Rundfunk-Chor
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Karl Anton Rickenbacher