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Neuer Rahmenvertrag von GEMA und katholischer Kirche Einigung für pauschale Regelung

Die Verwertungsgesellschaft GEMA wollte von den Kirchen höhere Gebühren für deren Konzerte. Die katholische Kirche weigerte sich. Zunächst. Jetzt gab es eine Verständigung.

Klassisches Konzert in der katholischen Kirche.

Klassisches Konzert in einer katholischen Kirche: Die Urheberrechte sind nun wieder pauschal abgegolten

Kirchenmusiker und Chöre in der katholischen Kirche können aufatmen. Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) hat sich mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) auf eine Fortführung der Regelung zur pauschalen Vergütung von urheberrechtlich relevanter Musik außerhalb von Gottesdiensten verständigt. Die Kirchengemeinden müssen die GEMA-Vergütungen für die musikalischen Aufführungen nun nicht mehr selbst zahlen, wie die Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag, 5. Juni, in Bonn mitteilte. Der neu ausgehandelte Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

"Wir freuen uns, dass es gelungen ist, mit der GEMA wieder eine vertragliche Regelung für die Musiknutzungen bei Aufführungen in kirchlichen Einrichtungen zu erreichen", sagte VDD-Geschäftsführer Pater Hans Langendörfer. In Verhandlungen im vergangenen Jahr hatte es zunächst keine Einigung gegeben. Die Kündigung des bisher geltenden Pauschalvertrages durch die GEMA hatte vielfach zu erheblichen Verunsicherungen in den Pfarreien und Gemeinden geführt und Gemeinden verpflichtet, die GEMA-Gebühren selbst zu übernehmen.

U-Musik kostet extra

Die Vereinbarung gebe den katholischen Einrichtungen langfristig Planungs- und Rechtssicherheit, so die Bischofskonferenz. Konzerte der Ernsten Musik oder Gospelgesang unterliegen danach lediglich einer Meldepflicht. Nur Konzerte der Unterhaltungsmusik sind vom Vertrag nicht erfasst und sind sowohl zu melden als auch zu vergüten. Die GEMA vertritt als Verwertungsgesellschaft weltweit die Ansprüche ihrer Mitglieder wie Komponisten und Textdichter auf Vergütung, wenn deren urheberrechtlich geschützten Musikwerke genutzt werden.

Im Programm

Arvo Pärt:
"Cantus in memory of Benjamin Britten"
SWR Symphonieorchester
Leitung: Osmo Vänskä
Sergej Prokofjew:
Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 16
Anna Vinnitskaya (Klavier)
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Leitung: Mikhel Kütson
Carlo Gesualdo da Venosa:
"Velum templi scissum est", Responsorium zum Karfreitag Nr. 2 aus "Responsoria et alia ad Officium Hebdomadae Sanctae spectantia"
SWR Vokalensemble Stuttgart
Leitung: Marcus Creed
Francis Poulenc:
"Stabat Mater"
Marlis Petersen (Sopran)
NDR Chor
Leitung: Philipp Ahmann
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Leitung: Stéphane Denève
Maurice Ravel:
"Pavane pour une infante défunte", Fassung für Orchester
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Leitung: Stéphane Denève

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