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Musikstück der Woche mit dem Schumann Quartett Giuseppe Verdi: Streichquartett e-Moll

Es scheint kurios, dass ausgerechnet der große italienische Opernkomponist Giuseppe Verdi ein Streichquartett komponiert hat. In dieser Gattung gab es nichts, was er gewohnt war: keine Sänger, kein Libretto, keinen Operngraben, keinen Impresario.

Dass Verdi trotzdem Lust auf das Schreiben eines "quartetto" bekam, lag der Legende nach an Verzögerungen bei einer Aufführung seiner Oper "Aida" im Frühling 1873 in Neapel. Man kann sich vorstellen, wie der viel beschäftigte Verdi durch den Ausfall von Proben im Hotelzimmer plötzlich Zeit hatte und Lust auf ein Experiment bekam.

Das Heidelberger Streichquartettfest

Was macht das Streichquartett so faszinierend? Was hat diese Formation und ihre Musik, die seit Jahrhunderten als Gipfel der Kompositionskunst gilt, was Orchester-, Solo- oder Bühnenmusik nicht hat? Dem gehen Musiker und Besucher in Heidelberg Jahr für Jahr intensiv nach – beim großen Streichquartettfest. Interpretiert vom Schumann Quartett, erklang dort im Januar 2016 unser Musikstück der Woche: das einzige Streichquartett von Giuseppe Verdi.

Musikstück der Woche vom 23.3.2019

Komponist
Giuseppe Verdi (1813 - 1901)

Werk
Streichquartett e-Moll

Sätze
Allegro
Andantino
Prestissimo
Scherzo (Fuga). Allegro assai vivace

Interpreten
Schumann Quartett:
Erik Schumann (Violine)
Ken Schumann (Violine)
Liisa Randalu (Viola)
Mark Schumann (Violoncello)

Aufnahme
Konzert vom 28.1.2016 im Rahmen des Festivals "Heidelberger Frühling"

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