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Musikwirtschaft Musikstreams boomen und sorgen für Branchenwachstum

Jahrelang gingen die Verkaufszahlen und Umsätze der deutschen Musikindustrie stetig zurück. Dank Musikstreaming ändern sich nun aber nicht nur die Hörgewohnheiten, sondern auch die Umsätze.

Vinylpresse

Hersteller für Jäger und Sammler: Der Mann an der Vinylpresse


Mit 783,2 Millionen Euro Umsatz im ersten Halbjahr 2019 verzeichnete die Musikbranche ein Plus von knapp 60 Millionen Euro (7,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit wurde die höchste Wachstumsrate seit 1993 erreicht, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Donnerstag, 11. Juli, mitteilte. Zwischen 1998 und 2012 hatten sich die Umsätze noch fast halbiert. Grund für die guten Halbjahreszahlen ist das Audiostreaming, das im ersten Halbjahr 2019 um satte 27,7 Prozent zulegte und nun bei 56,4 Prozent Marktanteil liegt (Gesamtjahr 2018: 46,4).

CDs noch mit 28,2 Prozent Marktanteil

Daneben haben sich die Verkaufszahlen der CD (-11,7 %) leicht stabilisiert, während Vinyl leichte Zuwächse verzeichnete (+7,4 %) und nun bei einem Anteil von 4,4 Prozent am Gesamtumsatz liegt. Das Geschäft mit einzelnen Downloads weist einen Anteil von 6,6 Prozent auf - mit sinkender Tendenz.

„Das Audiostreaming verhilft uns gerade im globalen Markt zu einer Erfolgsgeschichte“, sagt BVMI-Vorstandschef Florian Drücke im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Plattformen seien „hierzulande mit einem geringen Zeitrückstand in den Markt gegangen“, räumt der Verbandsmanager ein. „Es gab sicherlich zu Beginn die Sorge vieler Konsumenten in Deutschland“, wie etwa die Angst vor Missbrauch von Kreditkartendaten.

Noch starker Wunsch nach Musik auf Tonträgern

„Auch hat sich der deutsche Fan länger in seiner physischen Welt aufgehalten als die Fans in anderen Ländern. Es gibt bei uns nach wie vor viele Jäger und Sammler von Musik“, so Verbandschef Drücke. Dies gilt besonders für den Bereich Vinyl.

Im Programm

Peter Tschaikowsky:
1. Satz aus dem Streichsextett op. 70 "Souvenir de Florence"
Yuri Yurov (Viola)
Mikhail Milman (Violoncello)
Borodin-Quartett
Gotthard Odermatt:
"Eté"
Albrecht Mayer (Oboe)
Academy of St. Martin in the Fields
Joaquín Turina:
4 "Postkarten"
Maria Bergmann (Klavier)
Johann Strauß:
"Ach, wie so herrlich zu schau'n" aus der Operette "Eine Nacht in Venedig"
Fritz Wunderlich (Tenor)
Berliner Symphoniker
Leitung: Fried Walter
Richard Wagner:
"Waldweben" aus der Oper "Siegfried"
Leitung: Philippe Jordan
Louise Héritte-Viardot:
"Fliegen und Schmetterlinge" aus dem Klavierquartett Nr. 2 A-Dur op. 9
Ensemble Viardot

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