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Tarifeinigung zwischen Bühnenverein und Gewerkschaften Gehaltsplus für angestellte KünstlerInnen

Im April kam es im öffentlichen Dienst zum höchsten Tarifabschluss seit Jahren. Jetzt gibt es auch für das künstlerische und künstlerisch-technische Personal der meisten Theater und Orchester einen ersten Lohnabschluss.

Eingang zur Städtischen Bühne Heidelberg

Auch am Theater Heidelberg gilt die Lohnerhöhung von 2,35 %

Fast alle künstlerisch Beschäftigten an den Theater und Orchester in kommunaler und Landes-Trägerschaft erhalten rückwirkend ab 1. Januar 2018 um 2,35 Prozent erhöhte Vergütungen. Der Deutsche Bühnenverein und die drei Künstlergewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA), Vereinigung der deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) und Deutsche Orchestervereinigung (DOV) einigten sich diese Woche auf eine Übertragung der Tarifabschlüsse des öffentlichen Dienstes für das Jahr 2018.

Der Tarifabschluss gilt für alle künstlerisch Beschäftigten an Theatern und Orchestern, also für SchauspielerInnen, SängerInnen, TänzerInnen, MusikerInnen, aber auch für DramaturgInnen, InspizientInnen sowie BühnentechnikerInnen mit überwiegend künstlerischen Aufgaben, wie der Deutsche Bühnenverein mitteilte. Zudem erhalten Teile der Beschäftigten eine Einmalzahlung von 250 Euro, wenn sie bisher nicht mehr als 2.799 Euro verdienen. Eine Ausnahme bilden die Beschäftigen an hessischen Staatstheatern - für sie fällt die Erhöhung etwas geringer aus und tritt später in Kraft.

Tarifabschluss muss finanziert werden

Im Vorfeld der Tarifverhandlung hatten die Arbeitnehmervertretungen die Kommunen aufgefordert, die Theater auskömmlich zu finanzieren. Bei einem Haushaltsüberschuss der Kommunen im vergangenen Jahr von 10,7 Milliarden Euro erinnerten die Verbände daran, dass es Kultur nicht umsonst gebe. Die GDBA hielt "es für skandalös, dass an vielen Häusern anfallende Tarifsteigerungen von den Rechtsträgern – in der Regel den Kommunen – nicht übernommen werden." Die jetzt vereinbarte Lohnsteigerung muss also mit den laufenden öffentlichen Zuschüssen finanziert werden.

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