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Bühnenregisseur Eimuntas Nekrošius mit 65 Jahren gestorben Litauens Regiestar ist tot

Litauens Regierungschef Saulius Skvernelis bezeichnete den Tod litauischen Regisseurs Nekrošius als "enormen Verlust für die litauische Kultur als Ganzes." Er starb einen Tag vor seinem Geburtstag.

Opernregisseur Eimuntas Nekrosius

Erhielt 2006 die große ukrainische Auszeichnung "Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen": Regisseur Eimuntas Nekrošius

Der international bekannte litauische Bühnenregisseur Eimuntas Nekrošius ist gestorben. Der Opern- und Theatermacher starb nach Angaben von Angehörigen am Dienstagmorgen, 20. November, in einem Krankenhaus in Vilnius. Nekrošius habe zuvor nach einer Reise über Unwohlsein geklagt, sagte der mit dem Regisseur verwandte Parlamentsvizepräsident Arvydas Nekrošius der Agentur BNS. Präsidentin Dalia Grybauskaite sprach in einer Beileidsbekundung von einem "großen Verlust für die gesamte Theaterwelt, in der Nekrošius' außergewöhnliches Talent unser Land repräsentiert und Litauens Namen in die Welt getragen hat".

Nekrošius galt als einer der renommiertesten Regisseure Litauens, dessen Theaterproduktionen auch international Anerkennung fanden. Nachdem er 1978 seine Studien in Moskau beendet hatte, inszenierte er zunächst dramatisches Theater in Kaunas und Vilnius. Mit seinen Regiearbeiten führte eine neue ästhetische Dimension in das Theater des damals noch zur Sowjetunion gehörenden Litauens ein.

Meno Fortas - Nekrošius' Theaterproduktionsgruppe

Für Aufsehen sorgte Nekrošius besonders Ende der 1980er Jahren mit Inszenierungen von Werken von Anton Tschechow, mit denen er durch eine Gastspielreise 1988 auch im Westen berühmt wurde. Nach der wiedererlangten Unabhängigkeit Litauen arbeitet er für das litauische internationale Theaterfestival Life, mit der von ihm gegründeten Theatergruppe Meno Fortas und in Italien, Russland und Argentinien.

Im Programm

Johann Sebastian Bach:
"Jauchzet Gott in allen Landen" BWV 51
Natalie Dessay (Sopran)
Le Concert d'Astrée
Leitung: Emmanuelle Haïm
Arnold Schönberg:
"Pelleas und Melisande" op. 5
Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern
Leitung: Josep Pons
Joseph Haydn:
Sonate As-Dur Hob. XVI/43
Marc-André Hamelin (Klavier)
Hans Pfitzner:
Sinfonie C-Dur op. 46
Bamberger Symphoniker
Leitung: Werner Andreas Albert
Ludwig van Beethoven:
Musik zu Friedrich Dunckers Drama Leonore Prohaska
Bodil Arnesen (Sopran)
Helga Lehner (Sprecherin)
Konstantin Restle (Glasharmonika)
Renate Erxleben (Harfe)
Rundfunk-Chor
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Karl Anton Rickenbacher