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Leonard Bernstein Award für Sängerin Emily D’Angelo Talent mit kesser Verspieltheit

Die kanadische Mezzosopranistin Emily D’Angelo erhält den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Mit dem Preis möchte das Festival ein Signal im Bereich der Talentförderung setzen. Benannt ist der Nachwuchspreis nach dem amerikanischen Komponisten und Dirigenten Leonard Bernstein.

Emily D'Angelo

Gilt als Kanadas aktuelle Opernsensation: Emily D'Angelo

Emily D’Angelo ziehe die Menschen mit ihrer Stimme sofort in den Bann und lebe ihre Rollen mit ihrem ganzen Witz und Charme, begründet das Schleswig-Holstein Musik Festival am Freitag, 1. Februar, seine Entscheidung. Die 25-Jährige soll die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung bei einem Preisträgerkonzert in der Lübecker Musik- und Kongresshalle am 16. August entgegennehmen.

"Die junge Künstlerin überzeugt mit einer für ihr Alter ungewöhnlichen Reife und Variationsbreite an musikalischem Ausdruck, mit dem sie sowohl das barocke Pathos einer Händel-Arie als auch Rossinis Melodien mit kesser Verspieltheit neu belebt."
(Festivalintendant und Jury-Mitglied Christian Kuhnt)

Die kanadisch-italienische Mezzosopranistin Emily D’Angelo studierte bis 2016 Voice Performance an der University of Toronto. Im gleichen Jahr gab sie ihr Operndebüt als Cherubino in "Le nozze de Figaro" beim Spoleto Festival di Due Mondi und wurde Ensemblemitglied der Canadian Opera Company. In der aktuellen Saison debütiert sie unter anderem an der Staatsoper unter den Linden. In den letzten Jahren nahm D’Angelo erfolgreich an zahlreichen Wettbewerben wie dem Oparalia-Gesangswettbewerb (1. Preis) und dem Internationalen Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN (2. Preis) teil.

Erstmals Sängerin ausgezeichnet

Mit dem Bernstein Award werden seit 2002 herausragende Nachwuchsmusiker des Festivals ausgezeichnet. Bisher wurden ausschließlich Dirigenten und Instrumentalisten ausgezeichnet wie die Pianisten Jan Lisiecki und Lang Lang, der Schlagzeuger Martin Grubinger, die Pianistin Anna Vinnitskaya und im Vorjahr der Geiger Charles Yang. Der Preisträger wird von einer Jury bestimmt, der u.a. Jamie Bernstein Thomas und Alexander Bernstein von der "Leonard Bernstein Society" und der Dirigent Christoph Eschenbach angehören.

Emily D'Angelo: "Die Loreley" von Franz Liszt

Im Programm

Musik vom Wiener Kaiserhof - Sonaten und Toccaten des 17. Jahrhunderts
Ensemble Gli Incogniti:
Amandine Beyer (Violine)
Baldomero Barciela (Gambe)
Francesco Romano (Theorbe)
Anna Fontana (Cembalo)
Giovanni Antonio Pandolfi Mealli:
Sonata IV "La Castella" op. 3
Giovanni Buonaventura Viviani:
Symphonia Cantabile op. 4
Johann Jakob Froberger:
Suite Nr. 16 G-Dur für Cembalo solo
Heinrich Ignaz Franz Biber:
Sonata violino solo representativa A-Dur
Johann Heinrich Schmelzer:
Sonata IV aus Unarum Fidium
Johannes Hieronymus Kapsberger:
Toccata prima
Giovanni Antonio Pandolfi Mealli:
Sonata II "La Cesta" op. 3
Antonio Bertali:
Chiacona
(Konzert vom 9. Dezember 2012 im Kammermusiksaal)

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