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Herbert Joos

Landesjazzpreis 2017 BW | Video Preisträgerkonzert Trompeter Herbert Joos erhält Preis für Lebenswerk

Preisverleihung im Theaterhaus Stuttgart 20.01.2017

Der Trompeter Herbert Joos wurde am 20. Januar 2017 mit dem Landesjazzpreis Baden-Württemberg, Kategorie „Sonderpreis für das Lebenswerk“ ausgezeichnet, im Stuttgarter Theaterhaus. Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging in den vorigen Jahren an Eberhard Weber und Wolfgang Dauner. Zum Fest kam auch dieses Jahr wieder viel Jazzprominenz ins Theaterhaus. Herbert Joos hat eigens eine Komposition für diesen Abend geschrieben.

Video des Preisträgerkonzertes

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Konzert im Radioprogramm von SWR2: 21. März 2017, 22.03 Uhr SWR2 Jazz Session



Preisträgerkonzert mit dem Trio und Orchester Herbert Joos


Begrüßung und Laudatio

Trio Herbert Joos, Patrick Belelaar, Günter Lenz

URAUFFÜHRUNG der Patchwork-Komposition "CHANGE OF BEAUTY" mit dem Orchester Herbert Joos
Trompete: Herbert Joos | Claus Löhr | Stephan Zimmermann | Tobias Weidinger
Tuba: Michel Godard | Jon Sass
Saxophon: Wolfgang Pusching | Clemens Salesny | Harry Sokal | Gavino Murgia
Posaune: Christian Radovan | Eberhard Budziat
Bass: Heiri Känzig | Achim Tang
Schlagzeug: Patrice Heral | Mario Gon

Herbert Joos

Herbert Joos

Überreicht wurde die Auszeichnung von Staatssekretärin Petra Olschowski. Die Laudatio hielt Vincent Klink. Nach dem Auftritt des Trios Herbert Joos, Patrick Bebelaar und Günter Lenz wurde im zweiten Teil des Abends die von Herbert Joos für diesen Abend geschriebene Patchwork-Komposition „Change of Beauty“ vom Orchester Herbert Joos uraufgeführt.

„Herbert Joos hat an der Trompete und am Flügelhorn eine eigene unverwechselbare Klangsprache entwickelt, die ihn weltweit zu einem anerkannten Künstler gemacht hat. Mit seinem ungewöhnlichen Trompetenklang prägte er nicht nur legendäre Gruppen, wie das ‚Vienna Art Orchestra‘ oder das ‚Orchestre National De Jazz‘ in Paris, sondern auch eigene Formationen. Mit großer Kontinuität und künstlerischem Erfolg widmet sich Herbert Joos seit nahezu 60 Jahren neuen Projekten. Für dieses Engagement ehren wir ihn mit dem Sonderpreis für das Lebenswerk“ Kunststaatssekretärin Petra Olschowski


Herbert Joos, Trompeter mit Karlsruher Prägung

...schöner als Chet Baker, Miles Davis oder Sonny Rollins, das schaffen wir eh nicht, nur wenn wir ein bisschen mehr Europäisches reinbringen, dann haben wir eine Chance, überhaupt wahrgenommen zu werden." Herbert Joos über seinen Stil und sein Verhältnis zu den amerikanischen Vorbildern

Herbert Joos wurde am 21. März 1940 in Karlsruhe geboren und studierte dort Ende der 1950er Jahre Kontrabass an der Hochschule für Musik, wo er auch Trompetenunterricht erhielt. Später widmete er sich dem Flügelhorn und dem Alphorn und spielte darüber hinaus die meisten anderen Blechblasinstrumente.

Mitte der 1960er Jahre schloss er sich dem „Modern Jazz Quintett Karlsruhe“ an, bevor er dann in verschiedenen Formationen, u. a. mit Musikern wie Hans Koller, Kenny Wheeler, Jon Christensen oder den beiden anderen Ehrenpreisträgern Eberhard Weber und Wolfgang Dauner, zu hören war. Schon bald machte Joos mit Solo-Aufnahmen, wie „The Philosophy of the Flügelhorn“, „Still Life“ oder „Day-break / The dark side of Twilight“ zusammen mit dem Radio Symphonie Orchester Stuttgart international auf sich aufmerksam.

Seit den 1980er Jahren spielte er nahezu drei Jahrzehnte lang im legendären „Vienna Art Orchestra“, war aber auch immer wieder mit dem Projekt „Südpool“ aus Baden-Württemberg und anderen Gruppen unterwegs. 1984 erhielt Joos den SWF-Jazzpreis.

Seit Beginn der 2000er Jahre ist er immer wieder auch als Solist in diversen österreichischen Bands um Wolfgang Puschnig und Clemens Salesny zu hören. Außerdem spielt Herbert Joos bis heute vor allem im Duo mit dem Gitarristen Frank Kuruc sowie als Trio Bebelaar / Joos / Lenz.

Im Programm

Paul Hindemith:
"Die vier Temperamente"
Siegfried Mauser (Klavier)
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Werner Andreas Albert
André Jolivet:
"Épithalame"
SWR Vokalensemble Stuttgart
Leitung: Rupert Huber
Gioacchino Rossini:
Streichersonate Nr. 5 Es-Dur
I Musici
Franz Liszt:
"Dante"-Sinfonie
Staatsopernchor Dresden
Staatskapelle Dresden
Leitung: Giuseppe Sinopoli

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