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Land Sachsen und Serge Dorny einigen sich Entschädigung für verhinderten Intendanten

Serge Dorny wurde schon vor Arbeitsbeginn als Intendant der Dresdner Semperoper gekündigt. Da dies unberechtigt war, erhält er nun eine Ausgleichszahlung.

Serge Dorny, künftiger Intendant und Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper

Der derzeitige Intendant der Opéra de Lyon, Serge Dorny, erhält 350.000 Euro vom Freistaat Sachsen.

Im Rechtsstreit zwischen dem Opernschaffenden Serge Dorny und dem Freistaat Sachsen haben sich beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt. Wie das sächsische Kunstministerium am Freitag, 29. Juni, in Dresden mitteilte, wird an Dorny eine Zahlung von 350.000 Euro geleistet. Damit sei das Gerichtsverfahren beendet. Dorny hatte 2014 eine fristlose Kündigung erhalten, noch ehe er sein Intendantenamt der Semperoper Dresden antreten konnte. Das Dresdner Oberlandesgericht stufte Dornys fristlose Entlassung später als unrechtmäßig ein.

Der Belgier sollte das Opernhaus mit Beginn der Spielzeit 2014/2015 leiten. Der 56-Jährige hatte einen Arbeitsvertrag unterschrieben, wurde aber noch vor Amtsantritt gefeuert. In dem Verfahren hatte Dorny das Gehalt aus seinem auf fünf Jahre angelegten Intendantenvertrag von rund 1,7 Millionen Euro gefordert. Es werde nun nach dem Vergleich nicht gezahlt, hieß es. Als Grund für seine damalige Kündigung wurde von Arbeitgeberseite von Vertrauensverlust gesprochen, Dorny sah sich selbst als Opfer eines Kompetenzgerangels mit dem Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann.

Lyon und München statt Dresden

Dorny war nach den Querelen an die Oper Lyon zurückgekehrt und wird 2021 Intendant der Bayerischen Staatsoper München. Seit der Kündigung Dornys führte Wolfgang Rothe als Kaufmännischer Intendant die Semperoper. Mit Beginn der kommenden Spielzeit 2018/2019 wird der Schweizer Peter Theiler die Leitung des Dresdner Hauses übernehmen.

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