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Kritikerwahl: Oper Stuttgart hat den besten Chor Frankfurt „Opernhaus des Jahres“

Deutschlands Opernkritiker wurden befragt und haben gewählt, was in der vergangenen Spielzeit am Besten und am Ärgerlichsten war. Frankfurt kann sich freuen. Erneut.

LEADERSHIP IN OPERA Bernd Loebe

Wieder eine Auszeichnung für die Oper Frankfurt und ihren Intendanten Bernd Loebe - hier noch bei der Preisverleihung zu "Leadership in opera" in London

Die Oper Frankfurt ist von Kritikern ein viertes Mal - zuletzt 2015 - zum „Opernhaus des Jahres“ gekürt worden. In einer Umfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ unter 50 Musikkritikern bekam das Musiktheater am Main mit 10 Stimmen die meiste Zustimmung. „Gewürdigt wird ein Haus, das unter Intendant Bernd Loebe und seinem Team seit vielen Jahren durch ein klug ausbalanciertes Programm, starke Regiehandschriften, eine exzellente Repertoirepflege und hohe Ensemblekultur Aufsehen erregt“, teilte das Fachmagazin am Freitag, 28. September, mit.

Als beste Aufführung der Saison 2017/18 schnitten die Bayreuther „Meistersinger“ ab, mit denen Barrie Kosky sein Regie-Debüt auf dem Grünen Hügel gab. Bariton Johannes Martin Kränzle wurde - unter anderem für seine Beckmesser-Rolle in dieser Produktion - als „Sänger des Jahres“ geehrt. Klaus Bruns bekam für die fantasievoll-historische Garderobe dort den Zuschlag als bester Kostümbildner. Zwei Auszeichnungen gingen an die Bayerische Staatsoper in München: Das Staatsorchester wurde zum fünften Mal in Folge bestes Orchester, die Sopranistin Anna El-Khashem setzte sich als beste Nachwuchskünstlerin durch.

Uraufführung des Jahres: Heinz Holligers „Lunea"

Der 73-jährige Peter Konwitschny erhielt zum sechsten Mal den Titel „Regisseur des Jahres“. Bei den Dirigenten bekam der britische Bach-Spezialist John Eliot Gardiner, Gründer des Monteverdi Choir, die meisten Stimmen. Den besten Chor stellt die Oper Stuttgart. Zur „Uraufführung des Jahres" wurde Heinz Holligers Werk „Lunea" bestimmt, von ihm selbst am Opernhaus Zürich dirigiert. Holliger setzte sich hier nur knapp gegen starke Konkurrenz durch, darunter auch Toshio Hosokawas „Erdbeben“ an der Oper Stuttgart.

Die größte Bandbreite an Meinungen gab es in der Kategorie „Ärgerlichste Opernerfahrung“. Sie reichten von den Schikanen gegen den russischen Opernregisseur Kirill Serebrennikow bis zum Bühnenbild von Malerstar Georg Baselitz für den „Parsifal“ an der Bayerischen Staatsoper in München.

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