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Kritik an CSU und Horst Seehofer in Ingolstadt Komponist kassiert Konzertabsage

Ein Konzert im Ingolstädter Münster ist abgesagt worden, weil sich der Komponist Robert Maximilian Helmschrott sehr kritisch zur Politik der CSU geäußert hat.

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Robert Maximilian Helmschrott: "Meine Musik wendet sich auch gegen die Skandalpolitik der CSU".

Laut einem Bericht des "Donaukuriers" am 27. Juli habe der Verein "Freunde der Musik am Ingolstädter Münster" die Absage des neuen Werks "Salamu" von Robert Maximilian Helmschrott, das am 29. Juli aufgeführt werden sollte, auch mit Münsterpfarrer Bernhard Oswald abgestimmt.

Der Vereinsvorsitzende Franz-Joseph Paefgen sagte der Zeitung, man wolle "der Kirche nicht zumuten, dass in ihren Räumen politische Diskussionen abgehalten werden". In einem "Donaukurier"-Interview hatte Helmschrott unter anderem zum Thema Flüchtlinge erklärt: "Meine Musik wendet sich auch gegen die Skandalpolitik der CSU."

Horst Seehofer ein "Unchrist"

Zudem wollte Helmschrott im Konzert ein Gedicht des Münchner Krimiautors Friedrich Ani rezitieren lassen, das kürzlich in der "Abendzeitung" veröffentlicht wurde. Darin heißt es etwa: "Ich glaube nicht, dass Horst Seehofer Christ ist. / Ich glaube, er ist ein Unchrist in einer unchristlichen Partei."

Münsterpfarrer Oswald sagte der Zeitung, dass er die Entscheidung, die Aufführung von "Salamu" zu verhindern, mitveranlasst habe: "Ich bin der Meinung, dass politische Agitation auf eine Demo oder ins Kabarett gehört, aber nicht in die Kirche." Helmschrott dagegen reagierte verärgert auf die Absage. Politische Kritik sei in Ingolstadt offenbar derzeit nicht erwünscht, schrieb er der Zeitung.

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