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Bundeswettbewerb "Jugend komponiert" 2019 Kompositionsnachwuchs ist männlich

Die Jugend trainiert für Olympia, die Jugend musiziert und die Jugend komponiert auch. Bereits zum 34. Mal wurden Jugendliche aufgefordert, Kompositionen in verschiedenen Kategorien einzureichen, um in ein Förderprogramm zu kommen.

von links nach rechts: Naomi Pinnock, Karin Haußmann, Philipp Vandré.

Die Jugend komponiert-Jury 2019 (v. l.): Die britische Komponistin Naomi Pinnock, die an der Universität Duisburg-Essen lehrende Komponistin Karin Haußmann und der Pianist und Pädagoge Philipp Vandré

Der diesjährige Bundeswettbewerb "Jugend komponiert" ist beendet. 130 Jugendliche im Alter von 12–22 Jahren haben in drei Altersgruppen 183 Kompositionen eingereicht. Davon haben sich 80 TeilnehmerInnen zum ersten Mal an dem Wettbewerb beteiligt, wie der Veranstalter "Jeunesses Musicales Deutschland" gestern, 4. Februar, mitteilte. Die Jury wählte nun 14 Bundespreisträger und 16 FörderpreisträgerInnen aus, die im April bzw. August 2019 zu jeweils einer Kompositionswerkstatt auf Schloss Weikersheim eingeladen sind. Ausgeschrieben war der Wettbewerb 2019 in drei Kategorien: für Kammermusik, für ein Soloinstrument und für eine freie Besetzung.

Nur männliche Bundespreisträger

Der Bundespreis Jugend komponiert ist die höchste Auszeichnung für junge Komponierende in Deutschland. Mit dem Wettbewerb soll talentierten Jugendlichen zwischen 12 und 22 Jahren eine intensive Förderung und eine Begleitung in eine mögliche professionelle Laufbahn ermöglicht werden. Um diese Förderung bewerben sich jährlich mehr als 100 Jugendliche mit ihren Kompositionen - in der Mehrzahl sind dies jeweils männliche Nachwuchskomponisten, in diesem Jahr waren nur knapp ein Viertel der Teilnehmenden Frauen. Unter den diesjährigen 14 Bundespreisträgern findet sich sogar keine einzige junge Frau; drei stammen aus Baden-Württemberg.

Auch Enno Poppe komponierte in der Jugend

In den musikalischen Biographien vieler mittlerweile etablierter Komponisten wie Enno Poppe (viermaliger Preisträger von 1986-1989) und Benjamin Schweitzer (dreimaliger Preisträger von 1990-1993) sind die jährlichen Wettbewerbe und die mit ihm verbundenen Kompositionswerkstätten Ausgangpunkt ihrer weiteren Karriere. Zur diesjährigen Jury gehörten neben dem Künstlerischen Leiter des Wettbewerbs Philipp Vandré auch die Komponistinnen Karin Haußmann (Essen) und Naomi Pinnock (Berlin).

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