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Komponist Ulrich Leyendecker mit 72 Jahren gestorben Neue Mannheimer Schule

Die Gattungsbezeichnungen seiner Werke orientierten sich streng an der Musikgeschichte. Doch Symphonien, Konzerte und Impromptus von Ulrich Leyendecker waren alles andere als rückwärtsgewandt.

Der Komponist Ulrich Leyendecker

Der Komponist Ulrich Leyendecker

Der Komponist und Hochschullehrer Ulrich Leyendecker ist tot. Er starb am 29. November im Alter von 72 Jahren, wie sein Musikverlag mitteilte. Leyendeckers Musik gilt als außergewöhnlich vielseitig und war nach Angaben seines Verlages bei Interpreten jeder Instrumentalgattung sehr beliebt: "Nur wenige andere Komponisten seiner Generation haben so stringent und konsequent einen Stil ausgestaltet." Leyendecker starb an Herzversagen.

Hochschullehrer in Mannheim

Der in Wuppertal geborene Leyendecker studierte zunächst Komposition und Klavier an der Musikhochschule Köln. Als Hochschulprofessor war er über viele Jahre in Hamburg (1981-1994) und an der Musikhochschule Mannheim (1994-2005) tätig. Sein Werkkatalog umfasst sowohl Orchesterwerke als auch Kammer- und Klaviermusik sowie Vokalmusikkompositionen in unterschiedlichsten Ensembleformationen.

Für seine Arbeiten ließ sich Leyendecker oft lange Zeit, das Endprodukt war aber stets perfekt und "erfuhr in den meisten Fällen nach der Herausgabe keine Änderungen mehr", wie sein Verlag weiß. Seine Arbeiten wurden mehrmals mit einem Stipendium an der Cité Internationale des Arts Paris belohnt.
Bereits 1987 zeichnete ihn seine Geburtsstadt Wuppertal mit ihrem "von der Heydt-Kulturpreis" in Anerkennung seines Lebenswerks aus. Viele weitere Kompositionen Leyendeckers sollten noch folgen - u.a. sein "Mannheimer Konzert", ein Auftragswerk für das Kurpfälzische Kammerorchester Mannheim.

Ulrich Leyendecker: Konzert für Viola und Orchester

Im Programm

Johann Strauß:
Frühlingsstimmen, Walzer für Orchester op. 410
Berliner Philharmoniker
Leitung: Nikolaus Harnoncourt
Felix Mendelssohn Bartholdy:
6 Lieder im Freien zu singen für 4-stimmigen gemischten Chor a cappella op. 48 "Der erste Frühlingstag"
Kammerchor Stuttgart
Leitung: Frieder Bernius
Robert Schumann:
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61
SWR Symphonieorchester
Leitung: Philippe Herreweghe
Richard Strauss:
Klavierquartett c-Moll op.13
Nicolas Dautricourt (Violine)
Razvan Popovici (Viola)
Gabriel Schwabe (Violoncello)
Enrico Pace (Klavier)
Gioacchino Rossini:
I Gondolieri, Quartettino für 4-stimmigen gemischten Chor und Klavier
Susan Wenckus (Klavier)
Südfunk-Chor Stuttgart
Leitung: Helmut Wolf
Gioacchino Rossini:
Quartetto pastorale für 4-stimmigen gemischten Chor und Klavier
Roland Keller (Klavier)
Südfunk-Chor Stuttgart
Leitung: Rupert Huber

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