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James Levine bestreitet Missbrauch Dirigent reagiert auf Vorwürfe

Vor einer Woche wurden Missbrauchsvorwürfe gegenüber Dirigent James Levine bekannt. Nun hat sich der langjährigen Musikdirektor der Metropolitan Opera zu Wort gemeldet.

James Levine

Wird bis zur Klärung aller Vorwürfe nicht mehr an der Met dirigieren: James Levine, hier im Jahr 1996

Der Star-Dirigent James Levine hat sich nun zu den Vorwürfe gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs geäußert und diese zurückgewiesen. „Auch wenn die Vorwürfe in jüngsten Presseberichten verständlicherweise verstörend sind, sind sie unbegründet“, sagte der 74-Jährige laut Mitteilung, die der „New York Times“ vorliegt. „Wie jeder, der mich wirklich kennt, unterschreiben wird, habe ich mein Leben nicht als Unterdrücker oder Angreifer gelebt.“

Vier Männer hatten dem langjährigen Musikdirektor der Metropolitan Opera zuvor sexuellen Missbrauch vorgeworfen; das renommierte Opernhaus hatte ihn daraufhin zunächst suspendiert. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft in Illinois festgestellt, dass im Fall Ashok Pai, der das Verfahren in Gang gebracht hatte, keine Anklage gegen Levine erheben werden kann. Das Missbrauchsopfer war zum Tatzeitpunkt im Jahr 1986 bereits 16 Jahre alt war, weshalb nach der damals geltenden Gesetzeslage kein Missbrauch Minderjähriger vorliegen könne.

Der ebenfalls mit Vorwürfen sexuellen Missbrauchs konfrontierte langjährige Chef des New York City Ballet, Peter Martins, legte seinen Job unterdessen vorübergehend nieder. Nach anonym per Brief überbrachten Vorwürfen hatte ihn die School of American Ballet vorerst von seiner Lehrtätigkeit entbunden. Beide Einrichtungen hatten eine Untersuchung eingeleitet. Bis diese abgeschlossen sei, nehme der 71-Jährige nun eine Auszeit, berichtete die „New York Times“.

Im Programm

Mit Doris Blaich

Johann Sebastian Bach:
Allegro aus dem Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll BWV 1041
SLIXS
Richard Wagner:
"Trauermarsch" aus der "Götterdämmerung"
Hong Kong Philharmonic Orchestra
Leitung: Jaap van Zweden
Abram Chasins:
"Rush Hour in Hong Kong" aus "Three Chinese Pieces"
Jenny Lin (Klavier)
Ralph Vaughan Williams:
"Silence and music" für vierstimmigen gemischten Chor a cappella
SWR Vokalensemble Stuttgart
Leitung: Marcus Creed
Jean-Philippe Rameau:
"Platée", Suite aus der Comédie lyrique
European Union Baroque Orchestra
Leitung: Roy Goodman
Christoph Willibald Gluck:
"Reigen seliger Geister" aus "Orphée et Eurydice"
Pygmalion
Leitung: Raphaël Pichon
Ludwig van Beethoven:
Klaviertrio Nr. 5 D-Dur, op. 70 Nr. 1
Trio Isimsiz
Heinrich Ignaz Franz Biber:
Passacaglia aus der Partita V aus "Harmonia Artificiosa-Ariosa"
Les Passions de l'ame
Violine und Leitung: Mereth Lüthi

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