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Musiktempel Ingenieursgenie der Oper von Sydney gestorben

Sydneys Opernhaus wurde 1973 eröffnet und gilt als das bekannteste Gebäude Australiens. Seit 2007 ist es auch Teil des UNESCO-Welterbes. Ein wichtiger Protagonist des markanten Baus ist nun gestorben.

 Sydney Opera House

Sind es gekrümmte Schalen oder im Wind stehende Segel? Sydneys Wahrzeichen und Touristenattraktion: Sydney Opera House

Der französische Ingenieur Joe Bertony ist tot. Er starb am Sonntag, 7. April, im Alter von 97 Jahren zu Hause in Sydney, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtete. Dort steht auch das Gebäude, das untrennbar mit seiner Arbeit verbunden ist: das berühmte Opernhaus, dessen Bau durch Bertony ermöglicht wurde. Er habe 30.000 handgeschriebene Berechnungen für einen mobilen Stützbogen für den Bau des Opernhauses geliefert, hob Opernchefin Louise Herron am Montag, 8. April, in einer Erklärung zum Tod des Franzosen hervor. Dieses Gerüst habe die Errichtung der weltbekannten segelförmigen Dachkonstruktion ermöglicht.

"Diese Berechnungen wurden vom damals einzigen Computer in Australien überprüft, der dafür genügend Kapazitäten hatte", hob Herron hervor. "Nicht ein einziger Fehler wurde gefunden." Die Opernchefin erklärte, Bertony sei "ein bemerkenswerter Mensch" und ein "Genie" gewesen. "Ohne ihn wären die spektakulären Segel womöglich nie Realität geworden."

Vom Spionagedienst zum Opernbau

Vor seinem Leben in Australien hatte der Franzose eine Karriere als Spion im Zweiten Weltkrieg hinter sich. Während seiner Zeit bei der französischen Marine war der auf Korsika geborene Bertony für Spionagedienste rekrutiert worden, wie die Autorin Helen Pitt in einem Buch über das Opernhaus in Sydney darlegt. Im Zweiten Weltkrieg wurde er demnach zwei Mal von den Deutschen gefangen genommen und in Konzentrationslager gebracht. Beide Mal gelang ihm jedoch die Flucht. Später erhielt Bertony für seinen Einsatz von der französischen Regierung den Militärorden Croix de guerre.

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Im Programm

Richard Strauss:
"München" AV 140
Detroit Symphony Orchestra
Leitung: Neeme Järvi
Wolfgang Amadeus Mozart:
Divertimento F-Dur KV 240
Scottish Chamber Orchestra Wind Soloists
Isaac Albéniz:
"Suite española" op. 47
Katia und Marielle Labèque (Klavier)
Wenzel Raimund Birck:
Sonata Nr. 9 B-Dur
Capella Agostino Steffani
Leitung: Lajos Rovatkay
George Enescu:
Impromptu concertant
Remus Azoitei (Violine)
Eduard Stan (Klavier)
Antonio Bertali:
Sonata à 7
Musica Fiata
Leitung: Roland Wilson

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