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Ruhm und Ehre Hugo-Wolf-Medaille für österreichische Sopranistin Janowitz

Mit der Hugo-Wolf-Medaille werden Verdienste um das Lied im Allgemeinen und um die Kompositionen Hugo Wolfs im Besonderen ausgezeichnet. Bisher wurde sie erst siebenmal verliehen.

Konzert- und Opernsängerin Gundula Janowitz in Hamburg 1965

Verabschiedete sich 1990 von der Bühne, ihre große Zeit hatte sie bereits in den 1960er-Jahren: Gundula Janowitz, hier 1965 in Hamburg

Die österreichische Sopranistin Gundula Janowitz wird mit der Hugo-Wolf-Medaille 2019 geehrt. „Eine Künstlerin, die ihre mehr als 30 Jahre dauernde, glanzvolle Opernkarriere unter die Leitsterne W. A. Mozart, Richard Wagner und Richard Strauss stellte“, teilte die Internationale Hugo-Wolf-Akademie am Montag, 22. Juli, in Stuttgart mit. Zeitgleich und leidenschaftlich habe sie sich für die Gattung Lied stark gemacht. Janowitz (81) wird die undotierte Auszeichnung am 6. Oktober in Stuttgart entgegennehmen. Die Laudatio hält der Musikpublizist Wilhelm Sinkovicz.

Janowitz ist vor allem durch ihre Interpretationen der Werke von Mozart und Richard Strauss bekannt geworden. 1937 in Berlin geboren, übersiedelte sie nach Kriegsende nach Graz und studierte von 1953 bis 1959 Gesang am Landeskonservatorium, wo sie von Herbert von Karajan entdeckt wurde. Erfolge feierte sie an der Wiener Staatsoper, dort sang sie rund 50 Rollen. Janowitz trat an allen großen Opernhäusern und bei den Festspielen in Salzburg und Bayreuth auf.

Janowitz folgt Thomas Hampson als Preisträgerin

Die Hugo-Wolf-Akademie entstammt einem Kreis von Liebhabern des Lieds und der Gesangskunst, den der Stuttgarter Jurist Hugo Faißt in Gedenken an den österreichischen Komponisten Hugo Wolf (1860-1903) ins Leben rief. Die erste Hugo-Wolf-Medaille ging 2008 an den Opernsänger und Dirigenten Dietrich Fischer-Dieskau, die letzte 2017 an den Sänger Thomas Hampson und seinen Klavierpartner Wolfram Rieger.

Im Programm

Antonio Vivaldi:
Konzert g-Moll RV 578
Rachel Podger, Bojan Čičić (Violine)
Alison McGillivray (Violoncello)
Brecon Baroque
Josef Suk:
Allegro ma non troppo e grazioso aus der Serenade Es-Dur op. 6
Budapest Strings
Leitung: Károly Botvay
Karl Julewitsch Dawidow:
Finale aus dem Violoncellokonzert Nr. 4 e-Moll op. 31
Wen-Sinn Yang (Violoncello)
Shanghai Symphony Orchestra
Leitung: Terje Mikkelsen
Johann Christian Bach:
Sinfonie D-Dur op. 18 Nr. 6
Akademie für Alte Musik Berlin
Johann Evangelist Brandl:
Allegro ma non troppo aus dem Quintett F-Dur op. 62
Calamus-Ensemble
Claude Debussy:
"Danse profane"
Lisa Wellbaum (Harfe)
Cleveland Orchestra
Leitung: Pierre Boulez
Giovanni Maria Bononcini:
Sonate g-Moll
Musica Antiqua Latina

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