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Ruhm und Ehre Henze-Preis für Komponist Robin Hoffmann

Der Hans-Werner-Henze-Preis für zeitgenössische Musik wird nur alle sechs Jahre vergeben. Wichtige Voraussetzung: Der oder die Geehrte muss aus Westfalen stammen oder dort wirken - wie Henze selbst.

Komponist Robin Hoffmann

Komponierte unter anderem "Das geliehene Ohr" für ein Bratschen-Sextett: Robin Hoffmann

Der Frankfurter Komponist und Improvisationskünstler Robin Hoffmann erhält in diesem Jahr den Hans-Werner-Henze-Preis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Der 1970 in Bielefeld geborene Künstler habe sich als Musikerpersönlichkeit "im Kosmos der musikalischen Avantgarde einen ausgezeichneten Namen gemacht", begründete der Landschaftsverband am Mittwoch, 24. Juli, in Münster die Entscheidung.

Hans Werner Henze: Namensgeber und Ausgezeichneter

Die mit 12.800 Euro dotierte Auszeichnung soll im Herbst 2020 im Rahmen eines Musikfestivals in Gütersloh, Henzes Geburtsstadt, verliehen werden. Der Preis wird seit 1959 vergeben, seit 2001 ist er nach dem Komponisten Hans Werner Henze (1926 - 2012) benannt. Henze selbst erhielt die Auszeichnung im Jahr 1995.

"Die Originalität des kompositorischen Schaffens, das teilweise experimentelle Züge trägt, vielfach aber auch neue Wege für traditionelle Instrumente und Besetzungen beschreitet, ist nicht selten von einer Leichtigkeit und einem ironisch-humorvollen Umgang mit Klängen geprägt, die höchst ansprechend sind, ohne beliebig zu werden." (Aus der Begründung der Jury)

Robin Hoffmann studierte Komposition in Essen und lebt heute in Frankfurt am Main. Er ist derzeit als Dozent am musikwissenschaftlichen Institut der Universität Marburg und an der Folkwang-Hochschule in Essen tätig. Als Komponist arbeitet Hoffmann interdisziplinär gemeinsam mit bildenden Künstlern, Literaten und Tänzern. Auch betätigt er sich im Bereich der experimentellen Improvisation. Seine Kompositionen reichen von "Waidmanns Ruf und Widerhall", in dem etwa elektroakustische Klänge von Vogelpfeifen zu hören sind, bis zum Stück "Der blutige Schaffner" für ein Saxophon-Quartett.

Im Programm

Alessandro Scarlatti:
Sinfonia "La caduta de' Decemviri"
Concerto de' Cavalieri
Leitung: Marcello Di Lisa
Alessandro Scarlatti:
Erminia", Rezitativ und Arie der Erminia
Simone Kermes (Sopran)
Le Musiche Nove
Leitung: Claudio Osele
Nicola Antonio Porpora:
"Polifemo", Arie des Acis
Philippe Jaroussky (Countertenor)
Concerto Köln
Leitung: Emmanuelle Haïm
Antonio Vivaldi:
"Giustino", Arie des Amanzio, Bearbeitung
Yo-Yo Ma (Violoncello)
Amsterdam Baroque Orchestra
Leitung: Ton Koopman
Antonio Vivaldi:
"Dorilla in Tempe", Arie des Elmiro (3. Akt)
Serena Malfi (Mezzosopran)
Coro della Radiotelevisione Svizzera
I Barocchisti
Leitung: Diego Fasolis
Gioacchino Rossini:
"Otello", Lied von der Weide (3. Akt)
Olga Peretyatko (Sopran)
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Miguel Gómez-Martínez
Antonio Salieri:
"Tarare", Finale (4. Akt)
Cyrille Dubois (Tenor)
Judith van Wanroij (Sopran)
Enguerrand de Hys (Tenor)
Tassis Christoyannis (Bariton)
Les Chantres du Centre de Musique Baroque de Versailles
Les Talens Lyriques
Leitung: Christophe Rousset