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Geigenbauwettbewerb in Mittenwald Preise für Geigenbauer aus Cremona

Beim 8. Internationale Geigenbauwettbewerb im bayerischen Mittenwald wurden Geigen, Bratschen, Violoncelli, sowie Bögen von Handwerkern und MusikerInnen bewertet. Die meisten Preise gingen an Geigenbauer aus Cremona, dessen traditionelle Geigenbaukunst 2012 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt wurde. In drei der sechs Kategorien wurden sie erster Sieger. Bei den Celli und Geigen gewannen in Cremona lebende Japaner.

8. Internationaler Geigenbauwettbewerb

Bei der handwerklichen Beurteilung: Ein Jurymitglied prüft einen der eingereichten Bogen.

Bei dem Wettbewerb hatten 130 Instrumentenbauer aus Europa, den USA, China und Neuseeland ihre Geigen, Bratschen, Celli und die dazugehörenden Bögen eingereicht, um eine der begehrten Siegertrophäen zu erlangen. Zwei zunächst voneinander unabhängige fünfköpfige Jurys prüften und begutachteten die eingereichten Instrumente getrennt voneinander in den Kategorien „Musik/Klang“ und „Handwerk“. Den Juryvorsitz hatten der Geigenbauer Hieronymus Köstler (Jury Handwerk) und Kerstin Feltz (Jury Musik / Klang), Professorin für Violoncello an der Kunstuniversität Graz.

6:58 min | Mo, 4.6.2018 | 15:05 Uhr | SWR2

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8. Internationaler Geigenbauwettbewerb Mittenwald

Wettstreit der Streichinstrumente

Claus Fischer

In Mittenwald fand der 8. Internationale Geigenbauwettbewerb statt. Mehr als 130 Instrumentenbauer aus 25 Ländern und vier Kontinenten haben Geigen, Bratschen und Celli sowie Bögen eingereicht, um eine der begehrten Siegertrophäen zu erlangen. Claus Fischer war vor Ort.

Was wird bewertet? „Die Ästhetik, die der Geigenbauer in seinem Instrument verwirklichen kann, die Fähigkeit, das Werkzeug zu handhaben und zu führen, in der Ausführung der Wölbungen, der Positionierung der f-Löcher, der Dicke der Platten und viele, viele kleinen Details.“ (Hieronymus Köstler, Stuttgarter Geigenbaumeister und Vorstand der Handwerkerjury)

Es zählt Handarbeit und Klang

Der Wettbewerb verläuft in drei Stufen. Im ersten Schritt beurteilen die Juroren die Einhaltung der Wettbewerbskriterien. Die eingereichten Instrumente und Bogen müssen innerhalb der letzten zwei Jahre gebaut und dürfen in keinem anderen Wettbewerb prämiert worden sein. Sie dürfen keine maschinelle Bearbeitung, keine exzentrischen Formen und Verzierungen aufweisen, sowie nicht künstlich alt gemacht bzw. imitiert sein.

In der zweiten Stufe werden handwerkliche Qualitäten und klangliche Eindrücke bewertet, bevor dann in einer öffentlichen Klangprobe die Entscheidung fällt.

Im Programm

Jan Dismas Zelenka:
Missa omnium sanctorum ZWV 21
Kammerchor Stuttgart
Barockorchester Stuttgart
Leitung: Frieder Bernius
Henri Duparc:
"Lénore"
Orchestre du Capitole de Toulouse
Leitung: Michel Plasson
Domenico Cimarosa:
"Alessandro nell'Indie", Ouvertüre
Toronto Chamber Orchestra
Leitung: Kevin Mallon
Albéric Magnard:
Sinfonie Nr. 4 cis-Moll op. 21
Sinfonieorchester Malmö
Leitung: Thomas Sanderling

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