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Förderprogramm für Klassiknachwuchs SWR2 New Talent

SWR2 begleitet junge Musikerinnen und Musiker über drei Jahre hinweg auf ihrem Karriereweg nach oben und fördert sie mit Programmbeiträgen, in Konzerten und durch CD-Produktionen.

SWR2 New Talent ist ein Förderprogramm für den jungen Klassiknachwuchs, das SWR2 Musikchefin Dorothea Enderle 2013 ins Leben gerufen hat. Die Musikredaktion hat schon immer mit jungen Künstlern gearbeitet, von denen viele später eine große Karriere gemacht haben. Mit dem Förderprogramm soll dieses SWR2 Engagement nach außen noch deutlicher sichtbar werden.

Die Geförderten

Sie sind echte musikalische Himmelsstürmer: junge Überflieger, Charmelawinen, Funkensprüher, Publikums-Elektrisierer, Wettbewerbs-Absahner, besessen von klassischer Musik. Sie üben schon mal acht Stunden am Tag und haben trotz Goldmedaillen und musikalischem Hochleistungssport die Bodenhaftung nicht verloren. Die jungen Musikerinnen und Musiker, die SWR2 mit seinem Programm SWR2 New Talent fördert, sind allesamt künstlerische Persönlichkeiten mit dem gewissen Etwas, das man so oft sucht und so selten findet – musikalisch und technisch brillant und im besten Sinne eigenwillig.

Die aktuellen SWR2 New Talents

Robert Neumann spielt nicht nur herausragend Klavier, er komponiert auch und ist ein Improvisationstalent.

Elin Kolev ist eine Hochbegabung auf der Geige und zugleich hervorragend schauspielern.

Der Trompeter Simon Höfele wird seit 2016 gefördert. Im selben Jahr gewann er den Deutschen Musikwettbewerb.


Die Ehemaligen

2015 bis 2018: Das vision string quartet räumte 2016 beim Concours de Genève alle Preise ab, die man sich bei diesem renommierten Kammermusikwettbewerb erspielen kann – inklusive Schweizer Luxus-Uhr. Seit 2015 sind die vier Jungs SWR2 New Talent.

2014 bis 2017: Die Cellistin Janina Ruh ist eine Doppelbegabung – sie singt in Sopran- und spielt in Basslage. Mit dem Cello erspielte sie sich den Deutschen Musikwettbewerb. Ihr Cellostudium hat Janina Ruh bereits abgeschlossen, zur Zeit bereitet sie sich auf ihren zweiten Abschluss im Fach Sopran vor.

2013 bis 2016 war der Pianist Alexej Gorlatch im Förderprogramm. Er ist Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs und des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD. Inzwischen unterrichtet er als Professor an der Musikhochschule in Frankfurt am Main.

2013 bis 2016: Die Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller war ebenfalls New Talent der ersten Stunde. Mittlerweile ist sie festes Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper und macht überdies auf den Opernbühnen der Welt Karriere – inklusive Met und Mailänder Scala.

Art der Förderung

SWR2 fördert die jungen Musiker drei Jahre lang mit Sendungen und Aufnahmen in den Produktionsstudios, mit Auftrittsmöglichkeiten in den renommierten Konzertreihen des SWR und als Solisten des SWR Symphonieorchesters. Nach Ablauf der Förderungsdauer rückt jedes Jahr ein neues Talent nach.

Die Entscheidungsfindung

Ein SWR2 New Talent wird im Gegensatz zu vergleichbaren Förderprogrammen nicht durch einen Wettbewerb gekürt und auch eine Bewerbung ist nicht möglich. Vorschläge zu denkbaren Kandidaten machen stattdessen die Redakteurinnen und Redakteure aus der SWR2 Musikabteilung, die im Laufe eines Jahres viele junge Musikerinnen und Musiker kennenlernen. Dann wird jeweils im Frühjahr gemeinsam einen Tag lang Aufnahmen angehört, diskutiert und schließlich die Entscheidung gefällt.

Kriterien sind dabei nicht nur die gegenwärtigen technischen und musikalischen Fähigkeiten, sondern auch das vermutete Entwicklungs- und Reifungspotential. Genauso spielen Bühnenwirksamkeit, Überzeugungskraft im Konzert und Ernsthaftigkeit in der musikalischen Auseinandersetzung eine Rolle. Die Altersgrenze für ein SWR2 New Talent liegt für Instrumentalisten bei 25 Jahren, für Sänger bei 28 Jahren. Eine Verbindung zum SWR Sendegebiet ist wünschenswert, aber keine unabdingbare Voraussetzung.

Im Programm

Richard Wagner:
"Siegfried-Idyll" WWV 103
MDR Sinfonieorchester
Leitung: Christof Prick
Johannes Brahms:
Deutsche Volkslieder WoO 34
Rundfunkchor Leipzig
Leitung: Wolf-Dieter Hauschild
Jan Dismas Zelenka:
Sonate Nr. 4 g-Moll ZWV 181
Ensemble con bravura
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11
Mitglieder des Leipziger Streichquartetts
Gerald Fauth, Olga Gollej (Klavier)
Arvo Pärt:
"Credo"
Elena Kashdan (Klavier)
MDR Chor
MDR Sinfonieorchester
Leitung: Kristjan Järvi

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