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Klassik Verbesserte finanzielle Situation von Berufsorchestern

Die finanzielle Situation deutscher Berufsorchester hat sich laut Deutscher Orchestervereinigung nach einigen schwierigen Jahren wieder gefestigt.

Orchestermusiker beim Musizieren

Wieder besser: die Bezahlung von Orchestermusikern

"Viele Orchester in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg können wieder Tarifgehälter zahlen oder sind zumindest auf dem Weg dorthin", sagte Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV), am 5. März in Berlin. Nachholbedarf bei der Finanzierung gebe es derweil in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in Bayern und Niedersachsen.

Die Orchestervereinigung hatte im vergangenen Jahr die schlechte Bezahlung in einigen Orchestern beklagt. Die Vergütung der Musiker habe teilweise bis zu 30 Prozent unter Tariflohn und damit nur knapp über dem Mindestlohnniveau gelegen. Besonders in ostdeutschen Ensembles seien zudem viele Stellen abgebaut worden, hieß es.

Musikpädagogisches Angebot verbessert

Die finanzielle Lage habe sich zwischen 2017 und 2018 aber ebenso wie das musikpädagogische Angebot der Orchester verbessert, betonte die DOV weiter. Instrumentenpräsentationen, Kammermusikauftritte, Workshops in Schulen und ähnliche Veranstaltungen hätten in den vergangenen zwei Jahren mit über 6.000 Veranstaltungen um rund 20 Prozent zugenommen. Die Zahl der Kinder-, Jugend-, Familien- und Schülerkonzerte sei im gleichen Zeitraum um 25 Prozent gestiegen.

Für Ende 2019 erwarten die Orchester den Angaben nach die Entscheidung der Unesco zur Aufnahme der deutschen Orchester- und Theaterlandschaft auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Der Antrag war 2018 vom Auswärtigen Amt übergeben worden.

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