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Saarland bekommt ein neues Musikfestival Festival sucht Konzept

Im Saarland ist die Festivaldichte noch zu gering. Ein neues staatliches Musikfestival soll entstehen, ein dazugehöriges Konzept wird noch gesucht. Die "Bild"-Zeitung hat dafür schon einen Namen gefunden: "Planlos-Festival".

Motorradfahrer führen «Symphonie» auf

Seit 1989 gibt es bereits die Musikfestspiele Saar, bei denen 20 saarländische Motorradfahrer 2007 in Saarbrücken die "Biker's Symphony" uraufführten. Für den damaligen Intendanten Robert Leonardy (ohne Helm) war das Röhren der Motorräder Musik in den Ohren.

Im Saarland soll im Herbst 2020 ein neues Musikfestival stattfinden. Das Motto dazu lautet: "Jung, urban, grenzüberschreitend". Der Idee einer zehn- bis zwölftägigen Veranstaltung mit einem Finanzvolumen von 800.000 Euro stimmte der zuständige Ministerrat am Dienstag, 12. März, zu. Bewusst sollen nicht zwei verschiedene Veranstaltungen für Klassik und Pop, für E- und U-Musik angeboten werden. "Wir haben gesagt: Lasst uns die Kräfte bündeln und die Mittel zusammenführen für ein neues Festival", sagte Saarlands Kulturminister Ulrich Commerçon (SPD) bei der Bekanntgabe vor der Landespressekonferenz in Saarbrücken.

Anders als beim Theaterfestival "Perspectives" oder dem Filmfestival "Max Ophüls Preis" gebe es im Saarland kein vergleichbares Festival im musikalischen Bereich, "mit dem wir über die Grenzen hinaus positiv wahrgenommen werden". Ziel sei es, die regionale und großregionale Szene zu stärken, sich als urbaner und grenzüberschreitender Kulturstandort zu präsentieren, dem künstlerischen Nachwuchs eine Plattform zu bieten und neue Besucherschichten für die Musik zu gewinnen.

Veranstalter wird deutsch-französische Stiftung

Bis Ende April können sich Kreativschaffende einzeln oder in Arbeitsgemeinschaften mit einem zehnseitigen Konzept für das neue Musikfestival bewerben. "Wir suchen innovative Ideen, die experimentelle, interdisziplinäre Formate an neuen, ungewöhnlichen Spielorten in den Fokus nehmen und zu einem Festival vereinen", so der Minister. Eine fünfköpfige Jury mit Experten unterschiedlicher Kultursparten aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg wird dem Ministerium Ende Mai dann einen Favoriten empfehlen.
Verantwortlich für die organisatorische und finanzielle Umsetzung des Festivals wird die Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit sein. Deren Stiftungsratsvorsitzender ist Minister Ulrich Commerçon.

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