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Musik und Bildung Etwas mehr Geld für Musikschulen in Rheinland-Pfalz

Es herrscht Einigkeit in Rheinland-Pfalz: Der Landesmusikrat forderte "Musikalische Bildung für alle", das Kultusministerium sieht die Musikschulen als "Grundpfeiler des musikalischen Lebens." Der Landeszuschuss wird aber nur um 0,2 Millionen Euro erhöht.

Junge spielt am Klavier

"Als erste Adresse in Sachen kultureller Bildung kommt den Musikschulen mit ihrem breit gefächerten Angebot eine große Bedeutung zu, den musikalischen Nachwuchs in unserem Land auszubilden," weiß Kultusminister Konrad Wolf.

Die 42 Musikschulen in Rheinland-Pfalz bekommen mehr Geld. Das zuständige Kulturministerium bewilligte hierfür einen Landeszuschuss von insgesamt 3 Millionen Euro für das laufende Jahr. Damit steigt die Landesförderung um 200.000 Euro auf insgesamt 3 Millionen Euro an, wie das Ministerium am Donnerstag, 21. März, mitteilte. Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz hatte eine Erhöhung der Landesförderung um 1 Million Euro gefordert, „um das Musikschulsystem im Land funktionsfähig zu halten.“

„Mir ist es besonders wichtig, dass wir in allen Teilen unseres Landes die Möglichkeit haben, Musikschulen zu besuchen. Ich möchte, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, kostengünstig ein Musikinstrument zu erlernen und, falls vorhanden, an seinem Talent zu arbeiten. Die Musikschulen stellen hierfür die notwendige Infrastruktur zur Verfügung.“ (Konrad Wolf, Kulturminister Rheinland-Pfalz.)

Gebührenerhöhungen drohen

Die Landesförderung kommt den kommunal geförderten Musikschulen zugute, die im Landesverband organisiert sind. Die Schulen bieten damit ein nahezu flächendeckendes Angebot kultureller Bildung in allen Landkreisen oder kreisfreien Städten von Rheinland-Pfalz an. Nach Angaben des Landesmusikrates decken die Landeszuschüsse gerade einmal 7% des Gesamtetats der Schulen, die 43.000 SchülerInnen unterrichten.
Um die Musikschularbeit bei Tarifsteigerung finanzieren zu können, befürchtet der Rat Gebührenerhöhungen, die Kinder einkommensschwacher Familien ausschließen würden, oder eine Reduzierung des Unterrichtsangebotes.

Im Programm

Sergej Prokofjew:
Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 "Symphonie classique"
Kammerakademie Potsdam
Leitung: Antonello Manacorda
Dmitrij Schostakowitsch:
Violoncellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
Nicolas Altstaedt (Violoncello)
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Michał Nesterowicz
Peter Tschaikowsky:
"Romeo und Julia", Fantasieouvertüre
Berliner Philharmoniker
Leitung: Gustavo Dudamel
Wolfgang Amadeus Mozart:
Messe C-Dur KV 317 "Krönungsmesse"
Miriam Meyer (Sopran)
Ruth Sandhoff (Alt)
Marcus Ullmann (Tenor)
Sebastian Noack (Bass)
Dresdner Kammerchor
Kammerakademie Potsdam
Leitung: Hans-Christoph Rademann
Alfred Schnittke:
"Die Glasharmonika", Suite
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Frank Strobel

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