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Umsatzplus beim deutschen Musikinstrumentenmarkt Es wird lieber geblasen als gezupft

Der Deutschen liebstes Kind ist nicht nur das Automobil. Auch für Musikinstrumente geben Bundesbürger deutlich mehr als im EU-Schnitt aus. Bei den Instrumentengruppen gibt es Gewinner und Verlierer.

Junger Blasmusiker übt auf seinem Instrument

Laut Studie der Kassenschlager im Instrumentenmarkt: Blasinstrumente

Der Musikinstrumentenmarkt in Deutschland wächst weiter. Das belegen die neuen Zahlen des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln (IFH), welche am Donnerstag, 7. Februar, veröffentlicht wurden. Laut IFH erreicht der Gesamtmarkt in Deutschland 2018 nach ersten Hochrechnungen ein Volumen von 1,1 Milliarden Euro. Getrieben wurde das erneute Wachstum nicht etwa durch den Zuwachs an neuen Musikern, sondern u. a. von der Spielintensität und -häufigkeit, wie der aktuelle „Branchenfokus Musikinstrumente 2018/2019“ der IFH zeigt.

Höchste Pro-Kopf-Ausgaben in Österreich

2018 spielte etwa jeder achte Deutsche ab 14 Jahren ein Instrument. Der Umsatz ist seit 2014 um 12,5 Prozent gestiegen und mit durchschnittlichen Ausgaben pro Kopf lagen die Deutschen 2017 bei rund 12,80 Euro und somit weit über dem EU-Durchschnitt. „Insgesamt ist die Marktentwicklung für Musikinstrumente in Europa sehr heterogen. Die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben sind mit über 20 Euro in Österreich zu verzeichnen, Ungarn bildet mit drei Euro das Schlusslicht. Hohe Wachstumsraten zeigen sich vor allem in Spanien und Portugal“, weiß Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln.

Blas- und elektronische Instrumente sind die Gewinner

Mit einem Plus von mehr als 20 Prozent treiben seit 2014 insbesondere elektronische Musikinstrumente wie Keyboards, Sampler und Drumcomputer den deutschen Markt voran. Sie ersetzen einerseits klassische Instrumente, andererseits erschließen sie neue Zielgruppen und erreichen so mehr potenzielle Käufer. Auch die gestiegene Bedeutung von Musikschulen bei jungen Kindern und Senioren befeuert das Marktwachstum. Weiter beliebt sind auch Blasinstrumente, deren Absatzzahlen sich erneut positiv entwickelten. Streich- und Zupfinstrumente haben hingegen an Umsatz verloren.

Im Programm

Richard Wagner:
"Siegfried-Idyll" WWV 103
MDR Sinfonieorchester
Leitung: Christof Prick
Johannes Brahms:
Deutsche Volkslieder WoO 34
Rundfunkchor Leipzig
Leitung: Wolf-Dieter Hauschild
Jan Dismas Zelenka:
Sonate Nr. 4 g-Moll ZWV 181
Ensemble con bravura
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11
Mitglieder des Leipziger Streichquartetts
Gerald Fauth, Olga Gollej (Klavier)
Arvo Pärt:
"Credo"
Elena Kashdan (Klavier)
MDR Chor
MDR Sinfonieorchester
Leitung: Kristjan Järvi

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