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Elbphilharmonie warnt vor Schwarzmarkttickets bei Viagogo Augen auf beim Ticketkauf

Termingeschäfte und Leerverkäufe sind im Aktien- und Finanzhandel gängige Praxis. Wer aber Konzertkarten verkauft, die er noch gar nicht besitzt, handelt womöglich kriminell.

Probe der SWR Big Band und Fola Dada in der Elbphilharmonie Hamburg

Auch dieses Konzert war ausverkauft und ließ den Schwarzmarkt blühen: SWR Big Band und Fola Dada in der Elbphilharmonie Hamburg

Die Hamburger Elbphilharmonie warnt vor betrügerischen sogenannten Leerverkäufen mit noch gar nicht existierenden Konzerttickets. Diese würden über die Onlineticketplattform Viagogo bereits zu einem Vielfachen des geplantes Preises angeboten, erklärte das Konzerthaus am Donnerstag, 18. Januar, in Hamburg. Da die Karten erst zu einem späteren Zeitpunkt zugelost würden, könne jedoch kein Verkäufer eine spätere Lieferung garantieren. Den Angaben zufolge werden die Tickets für eine Konzertreihe im Juni für bis zu 495 Euro angeboten, obwohl sie für maximal 24 Euro ab 16. Februar ausgegeben werden sollen.

Die Konzerte in dem vor rund einem Jahr eröffneten Konzerthaus sind bislang stets ausverkauft, die Nachfrage ist hoch. Die Zahl der Interessenten übersteigt die der Plätze nach Angaben der Betreiber bei einzelnen Konzerten um mehr als das Zwanzigfache. Eine ideale Konstellation für den sogenannten Ticket-Reseller-Markt bzw. den Schwarzmarkthandel bei Viagogo. Die Elbphilharmonie warnte nach eigenen Angaben öffentlich, weil die Website nicht auf Beschwerden reagierte. Zugleich schaltete sie außerdem auch die Verbraucherzentralen sowie die sogenannte Wettbewerbszentrale der deutschen Wirtschaft ein.

Verbraucherschützer warnen vor Viagogo

Die Verbraucherzentrale Bayern hat schon mehrmals vor gefälschten Tickets, intransparenten Ticket-Preisen und nutzlosen Garantien der Online-Plattform Viagogo gewarnt. Das Unternehmen biete unter anderem Eintrittskarten für Veranstaltungen an, die entweder nicht stattfinden oder deren Termin noch nicht konkret feststeht, etwa Fußballspiele, erklärten die Experten der Verbraucherzentrale im August 2017. Sie beriefen sich auf vorliegende Beschwerden von Verbrauchern, denen entsprechende Tickets bei Viagogo angeboten worden seien. Die Verbraucherzentrale wies auch darauf hin, dass das Portal wie eine offizielle Verkaufsstelle für Tickets aussehe und Kunden daher in den Glauben versetze, sie könnten Eintrittskarten für tatsächlich stattfindende Veranstaltungen erwerben.

Im Programm

Jean Sibelius, Kalevi Aho:
Scherzo für Violine, Violoncello und Klavier zu 4 Händen e-Moll
Jaakko Kuusisto (Violine)
Taneli Turunen (Violoncello)
Peter Lönnquist, Folke Gräsbeck (Klavier)
Antonio Vivaldi:
Konzert für Laute, 2 Violinen und Basso continuo D-Dur RV 93
Rolf Lislevand (Laute)
und Ensemble
Bernhard Henrik Crusell:
Introduktion und Variationen für Klarinette und Orchester über ein schwedisches Lied op. 12
Thea King (Klarinette)
London Symphony Orchestra
Leitung: Alun Francis
Franz Schubert:
Rondo für Klavier zu 4 Händen D-Dur D 608
Maria João Pires, Hüseyin Sermet (Klavier)
Dmitrij Schostakowitsch:
2 Sätze aus der Suite für Jazz-Orchester Nr. 2 op. 27a
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Leitung: Rumon Gamba

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