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Gründer von "El Sistema" gestorben Venezuela trauert um José Antonio Abreu

Tausende Venezolaner haben am Sonntag, 25. März Abschied von José Antonio Abreu, dem verstorbenen Gründer des weltweit bekannten Kinder- und Jugendorchesterprojekts "El Sistema" genommen.

José Antonio Abreu

José Antonio Abreu

Der Sarg mit dem Leichnam von José Antonio Abreu wurde am Sonntag mit militärischen Ehren zum Hauptquartier des berühmten Projekts in Caracas gebracht, die dortige Konzerthalle wurde in eine Kapelle umfunktioniert.

Musikschüler unterschiedlichen Alters führten Stücke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und anderen Komponisten auf. Zahlreiche Besucher erwiesen Abreu die letzte Ehre. Staatschef Nicolás Maduro ordnete am selben Tag eine dreitägige Staatstrauer an.

Stardirigent Gustavo Dudamel begann bei "El Sistema"

Mitte der 70er Jahre gründete der Ökonom, Komponist und Musiker das vom Staat finanzierte Musikausbildungsprogramm "El Sistema", das über ein Netzwerk von Orchestern jungen Menschen einen Ausweg aus Armut und sozialer Ausgrenzung weisen soll. Abreus Idee machte weltweit Schule. Als sein berühmtester musikalischer Ziehsohn gilt der inzwischen gefeierte Dirigent Gustavo Dudamel.


Am Samstag hatte die Familie von Abreu dessen Tod bekannt gegeben. Er wurde 78 Jahre alt. Details zur Todesursache gab es nicht, doch litt Abreu seit seinem Abschied als Chef von "El Sistema" unter etlichen Krankheiten.

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