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Künftiger Ruhm Deutschland bekommt noch einen Opernpreis

Seit 2013 gibt es in London die International Opera Awards, um ausschließlich Leistungen im Opernbereich zu würdigen. Der Preis wurde von der Zeitschrift Opera ins Leben gerufen. In Berlin werden im September erstmalig OPER! AWARDS verliehen – ebenfalls initiiert von einer Opernzeitschrift.

Eleonore Buening

Eine aus der achtköpfigen Journalistenjury: Eleonore Buening (67), Musikkritikerin und bis 2017 Feuilleton-Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Am 21. September 2019 werden im Konzerthaus Berlin erstmals die OPER! AWARDS verliehen. In 20 ausschließlich der Oper gewidmeten Kategorien sollen dann erstmalig die besten nationalen und internationalen Akteure auf und hinter der Opernbühne geehrt werden. Damit soll eine Lücke bei den künstlerischen Preisen geschlossen werden, wie der Gründer des neuen Preises, der Opernmagazin-Herausgeber Ulrich Ruhnke, am Donnerstag, 18. Juli, mitteilte.

„Es ist eine absurde Situation, dass Deutschland über die meisten Opernhäuser weltweit verfügt, bislang aber über keinen Preis, der die Besten der nationalen und internationalen Opernbranche im Rahmen einer Preisverleihung würdigt. Es wurde Zeit, dass diese komplexeste und herausforderndste aller Kunstgattungen in Deutschland eine angemessene öffentliche Würdigung erfährt.“ (Ulrich Ruhnke, Gründer und auch Jury-Mitglied der OPER! AWARDS)

Beginnend mit der diesjährigen Preisverleihung sollen die Awards fortan jährlich verliehen werden. Die Auswahl der PreisträgerInnen erfolgt durch eine reine Journalisten-Jury. Die Gewinner werden erst bei der Preisverleihung bekanntgegeben.

Die Preisverleihung macht den Unterschied

Die insgesamt 20 Preiskategorien sind zum Großteil identisch mit denen der seit mehr als 20 Jahren erfolgten KritikerInnenumfrage der Berliner Zeitschrift Opernwelt. Neben den besten SängerInnen, KostümbildnerInnen und Uraufführungen gibt es auch die "Beste Wiederentdeckung" und das "Größte Ärgernis". Neu sind hingegen die Kategorien "Lebens-/Ehrenpreis" und "Bestes Festival". Der wichtigste Unterschied: Beim neuen Preis gibt es eine öffentliche Gala-Veranstaltung für die Geehrten.

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