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Kulturpolitik Deutscher Kulturrat jetzt mit Musikwissenschaftlerin als Präsidentin

Monika Grütters (CDU) sprach von einem guten Signal an Kultureinrichtungen in ganz Deutschland. Der Deutsche Kulturrat wählte Susanne Keuchel als erste Frau zu seiner Präsidentin.

Prof. Dr. Susanne Keuchel, Präsidentin des Deutschen Kulturrates

Prof. Dr. Susanne Keuchel, hier in der Funktion als Leiterin der Akademie der Kulturellen Bildung

Die promovierte Musikwissenschaftlerin und Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, Susanne Keuchel (*1966), ist neue Präsidentin des Deutschen Kulturrates. Sie wurde am Mittwoch, 20. März, vom Sprecherrat zur Präsidentin gewählt, wie der Spitzenverband in Berlin mitteilte. „Auf weibliche Vorbilder wie Susanne Keuchel kommt es an, wenn wir sicherstellen wollen, dass künftig noch mehr Frauen an den Schaltstellen der Kultur und Medien sitzen“, sagte Kulturstaatsministerin Grütters.

„Kunst und Kultur sind kein Selbstzweck, sondern, wie Richard von Weizsäcker so treffend sagte: ‚der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert‘. Ich werde mich daher unermüdlich für Gelingensbedingungen einsetzen, die Kunst und Kultur flächendeckend und nachhaltig gedeihen lassen.“ (Susanne Keuchel)

Keuchel folgt auf den Cellisten und Dirigenten Christian Höppner, der den Kulturrat seit 2013 als Präsident leitete. Keuchel studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Soziologie. Von 1993 bis 2013 war sie im Zentrum für Kulturforschung in Bonn tätig, zuletzt als geschäftsführende Direktorin. Seit Dezember 2013 ist sie Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW e.V. und seit November 2018 auch Vorsitzende der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ). Sie promovierte zum Thema „Audiovisuelle Musikrezeption im Spielfilm“.

Der Spitzen- und Dachverband Deutscher Kultur

Geschäftsführer des Kulturrates bleibt weiterhin Olaf Zimmermann. Der Deutsche Kulturrat wurde 1981 als politisch unabhängige Arbeitsgemeinschaft kultur- und medienpolitischer Organisationen und Institutionen von bundesweiter Bedeutung gegründet. Mit Sitz in Berlin versteht er sich nach eigenen Angaben als Ansprechpartner der Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.
Mitglieder sind unter anderem die Deutsche Literaturkonferenz, der Deutsche Kunstrat und der Deutsche Musikrat, dessen Vizepräsidentin Ulrike Liedtke ebenfalls am Mittwoch zur Vizepräsidentin des Kulturrates gewählt wurde.

Im Programm

Wolfgang Amadeus Mozart:
Rondo a-Moll KV 511
Nadia Boulanger:
Vers la vie nouvelle
Johann Sebastian Bach:
Chaconne in d-Moll BWV 1004, bearbeitet von Ferruccio Busoni
Alexander Skrjabin:
Sonate Nr. 5 Fis-Dur op. 53
Johannes Brahms:
16 Variationen über ein Thema von Robert Schumann fis-Moll op. 9
Peter Eötvös:
Erdenklavier - Himmelklavier für Klavier solo
Ludwig van Beethoven:
Sonate cis-Moll op. 27 Nr. 2 "Mondscheinsonate"
(Liveübertragung aus dem Jagdsaal)

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