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Dresdner Sinfoniker feiern 20-jähriges Bestehen Das politische Projektorchester

Es gilt als eines der ungewöhnlichsten deutschen Orchester. Für ihr Engagement und ihre politische Ausrichtung wurden die Dresdner Sinfoniker bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit einem Konzert und einer Uraufführung wird jetzt gefeiert.

Dresdner Sinfoniker

Die Probe vor dem Jubiläumskonzert. Der selbsternannte „Musikmaschinist“ Peter Till vom Universal Druckluft Orchester bedient dabei über eine Klaviatur und Druckluft diverse Instrumente.

Die international besetzten Dresdner Sinfoniker feiern ihr 20-jähriges Bestehen am Donnerstag, 1. November, mit einem Konzert bei den Jazztagen Dresden. Die Dresdner Sinfoniker gelten als Projektorchester als ein Novum im Konzertbetrieb und vereinen Musiker namhafter Orchester wie der Berliner und Wiener Philharmoniker, dem Tonhalle Orchester Zürich, der Staatskapelle Dresden und der Dresdner Philharmonie. Regelmäßig treffen sich die Musiker zu Projekten und gehen damit auf Tour.

Wer kann sich schon vorstellen, wie eine Metal-Band mit Orchester klingt. Das ist auf jeden Fall sehr selten zu hören - und das ist genau das, was die Dresdner Sinfoniker ausmacht. (Sinfoniker-Intendant Markus Rindt im Gespräch mit dem MDR)

Zu Beginn des Jubiläumskonzertes spielen die Sinfoniker gemeinsam mit dem Universal Druckluft Orchester Werke von Frank Zappa. „ Danach folgt die Uraufführung von Andreas Gundlachs „Quartüürium“ - einem Doppelkonzert für Klavier und Synthesizer. Zum Abschluss erklingt konzertant die Rockoper „El Resplandor de los Disidentes“. Der Mexikaner Chapela schrieb sie im Gedenken an ein Massaker an Studenten in seinem Heimatland im Oktober 1968.

Weltumspannendes Musikernetzwerk

Das Ensemble setzt sich aus jungen Musikern führender europäischer Orchester zusammen und hat sich mit ungewöhnlichen Projekten wie dem Konzert gegen Trumps Mauerpläne an der Grenze zu Mexiko einen Namen gemacht. Intendant Markus Rindt hat in seiner Datenbank etwa 3000 Musikerinnen und Musiker aus aller Welt stehen, die er für gemeinsame Projekte anfragen kann. Bisher haben gut 600 Künstler aus 46 Ländern mitgemacht, darunter Musiker aus Ägypten, Argentinien, China, Iran und Südafrika.

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