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Opern in Zahlen Björk-Oper am Nationaltheater Mannheim beliebteste Uraufführung

Mozart und Verdi. Verdi und Mozart. In der Opernsaison 2017/2018 gab es wenig Überraschendes in den Werkstatistiken des Deutschen Bühnenvereins. Frauen und Neues haben es schwer. Bei den Uraufführungen liegt das Nationaltheater Mannheim mit der Oper „Vespertine“ nach einem Album von Popstar Björk vorn.

Verdi und Mozart sind die Lieblingskomponisten an den deutschsprachigen Theatern der Saison 2017/2018. Guiseppe Verdi ist Spitzenreiter in den Kategorien "Anzahl Inszenierungen" (118) und "Zuschauerzahl" (754.438) - jeweils gefolgt von Wolfgang Amadeus Mozart. Bei der Anzahl der Aufführungen siegte dagegen Mozart mit 742 vor Verdi mit 713. Dies geht aus der Werkstatistik des deutschen Bühnenvereins hervor, die am Dienstag, 9. Juli, veröffentlicht wurde. Im Vergleich zum Vorjahr gab es kaum Änderungen. Meistgespieltes Opernwerk ist nach wie vor Mozarts Zauberflöte mit 329 Aufführungen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Frauen als Komponistinnen: Fehlanzeige

Der Bühnenverein betrachtete diesmal auch das Geschlechterverhältnis der aufgeführten KomponistInnen. Unter den insgesamt 321 KomponistInnen sind nach der Statistik 298 Männer, nur 18 Frauen und fünf Kollektive zu finden. Für den Bühnenverein logische Folge, da in der Sparte Musiktheater "neuere Werke keine große Rolle spielen". Im Vergleich dazu ist die Quote beim Sprechtheater mit 23 Prozent Autorinnen vergleichsweise hoch. Unter den Top 10 der meistinszenierten AutorInnen tauchen mit Sarah Nemitz (Platz 5) und Elfriede Jelinek auf Platz 10 gleich zwei Autorinnen auf.

Uraufführungen und Zeitgenössisches: Mangelware

Bei den Opernaufführungen dominiert Bekanntes. Von den gut 3,87 Millionen OpernbesucherInnen wählten nur 7 Prozent eine zeitgenössische Oper und 1,4 Prozent besuchten eine der 35 Opernuraufführungen in Deutschland. Beim Publikum am beliebtesten unter den zeitgenössischen Opern war Francis Poulenc' "Dialogues des Carmélites". Bei den Uraufführungen lag das Nationaltheater Mannheim vorne: 7.031 Besucher kamen zu den Aufführungen der Oper "Vespertine" nach einem Album von Popstar Björk.

Szenenfoto "Erdbeben. Träume"

Landete mit 5.024 Zuschauern auf Platz fünf in der Kategorie "Zuschauerzahl Uraufführung": "Erdbeben. Träume" von Toshio Hosokawo an der Stuttgarter Staatsoper

Die Werkstatistik 2017/2018 beruht auf den Daten zu Werken und Inszenierungen samt Aufführungs- und Zuschauerzahlen, die von 464 Theatern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhoben wurden.

Die beliebteste Uraufführung

Im Programm

Peter Tschaikowsky:
1. Satz aus dem Streichsextett op. 70 "Souvenir de Florence"
Yuri Yurov (Viola)
Mikhail Milman (Violoncello)
Borodin-Quartett
Gotthard Odermatt:
"Eté"
Albrecht Mayer (Oboe)
Academy of St. Martin in the Fields
Joaquín Turina:
4 "Postkarten"
Maria Bergmann (Klavier)
Johann Strauß:
"Ach, wie so herrlich zu schau'n" aus der Operette "Eine Nacht in Venedig"
Fritz Wunderlich (Tenor)
Berliner Symphoniker
Leitung: Fried Walter
Richard Wagner:
"Waldweben" aus der Oper "Siegfried"
Leitung: Philippe Jordan
Louise Héritte-Viardot:
"Fliegen und Schmetterlinge" aus dem Klavierquartett Nr. 2 A-Dur op. 9
Ensemble Viardot

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