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Berliner Landesorden für Simon Rattle Dank und Anerkennung

Als letzter Dirigent erhielt Vladimir Aschkenasi 1997 den Verdienstorden des Landes Berlin. Mit Sir Simon Rattle wird jetzt der ehemalige Chefdirigent der Berliner Philharmoniker ausgezeichnet.

Der Dirigent Simon Rattle

16 Jahre eine Einheit: Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker

Am 1. Oktober wird Berlins Regierender Bürgermeister zwölf „verdienten Bürgerinnen und Bürger der Stadt den Verdienstorden des Landes Berlin“ verleihen. Mit ausgezeichnet wird der britische Dirigent Sir Simon Rattle. Die Verleihung des Landesordens an Personen, „die sich in außergewöhnlicher Weise um unsere Stadt verdient gemacht haben“ sei „unsere Anerkennung und unseren Dank für ihr Engagement für das Gemeinwohl“ so der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Educationarbeit und „Rhythm Is It!”

Mit dem Namen des 63-jährigen Rattle „verbinden sich neben der Bewahrung des Alten wesentliche Neuerungen.“, teilte die Berliner Senatskanzlei, am Donnerstag, 27.September, mit. Als Botschafter Berlins habe er viel bewegt: „die Educationarbeit etabliert, stilistische Flexibilität der Musikerinnen und Musiker gefördert, sich für die Musik zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten eingesetzt, soziales Engagement gezeigt.“ Hervorgehoben wurde auch sein Schülerprojekt zu Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps” und den dabei entstandenen und mehrfach ausgezeichneten Film „Rhythm Is It!”.

Die Auszeichnung im Großen Saal des Berliner Rathauses am 1. Oktober wird allerdings ohne den Chef des London Symphony Orchestra stattfinden. Die Aushändigung des Orden an ihn erfolge „zu einem späteren Zeitpunkt.“ Rattle stand von 2002 bis zum Ende der letzten Saison an der Spitze der Berliner Philharmoniker. Seine Nachfolge in Berlin wird Kirill Petrenko zur Spielzeit 2019/20 antreten. Für die aktuelle Saison bleiben die Philharmoniker ohne Chefdirigent.

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