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Leipziger Gewandhausorchester mit neuem Chefdirigenten Andris Nelsons offiziell im Amt

Der Lette Andris Nelsons ist heute, am 23. Februar in Leipzig offiziell als 21. Gewandhauskapellmeister eingeführt worden. Damit endet für das 275 Jahre alte Orchester eine gut dreijährige Übergangszeit.

Andris Nelsons

Andris Nelsons

Der 39-jährige Nelsons folgt auf den Italiener Riccardo Chailly, der vorzeitig aus seinem bis 2020 verlängerten Vertrag ausschied. Zu den berühmten Vorgängern in demselben Amt zählen unter anderem Felix Mendelssohn Bartholdy, Wilhelm Furtwängler, Kurt Masur und Herbert Blomstedt. Nelsons trete ein "gewichtiges Erbe" an, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) beim Festakt zur Amtseinführung. Für ihn sei aber Tradition keine Lähmung, sondern eine Herausforderung.

Kooperation zwischen Boston und Leipzig

Nelsons ist seit 2014 musikalischer Direktor des Boston Symphony Orchestra. Der Vertrag in Boston läuft noch bis zur Saison 2021/22. Aus der Doppelaufgabe des 1978 in Riga geborenen Dirigenten sei die Idee eines Kooperationsvertrags der beiden Orchester in Boston und Leipzig entstanden, teilte das Gewandhausorchester mit. So wollen beide Klangkörper jährlich gemeinsam ein Orchesterwerk in Auftrag geben und in beiden Häusern aufführen. Außerdem wird es Konzertwochen geben, in denen das eine Ensemble jeweils das Repertoire des anderen interpretiert. Geplant ist auch ein Austausch von Musikern und Gastspielen in der jeweils anderen Stadt.

Nelsons wuchs in einer Musikerfamilie in Riga auf. Seine musikalische Karriere begann er als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper, bevor er ein Studium im Fach Dirigieren aufnahm. Mit nur 24 Jahren übernahm er die musikalische Leitung der Lettischen Nationaloper.

Zur Geschichte des Gewandhausorchesters


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