Gespräch

Wie reagieren Besucher*innen auf klassische Konzerte? Start eines Forschungsprojekts am Frankfurter Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik

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Rainer Volk

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Messverfahren wie bei einem Lügendetektor

Um wissenschaftliche Fakten darüber zu sammeln, was in einem Menschen bei einem Konzertbesuch vorgeht, verkabeln Forscher*innen Konzertbesucher*innen und messen unter anderem die Herzrate, die Atmung und die Hautleitfähigkeit. Das Vorgehen erklärt Melanie Wald-Fuhrmann vom Frankfurter Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik in SWR2.

Demnach gleicht das Verfahren dem eines Lügendetektors: ,,Mit diesen drei physiologischen Maßen hat man eine ganz gute Annäherung an die physiologische Erregung und auch an das emotionale Angesprochensein". Daneben hätten die Forschenden auch einen umfassenden Fragenkatalog erarbeitet und den Konzertsaal mit Kameras versehen, so Wald-Fuhrmann.

Bisher gibt es keinen Konsens darüber, was ein Konzert ist

Empirische Forschung zu Konzerterfahrungen, den Auswirkungen von Musikvermittlungsprojekten und alternativen Konzertformaten gibt es bisher kaum, erklärt Wald-Fuhrmann. Damit gebe es auch keinen Konsens darüber, was ein Konzert ist und welche Mechanismen hier zum Tragen kommen. Diese und andere Lücken will das groß angelegten Projekts „Experimental Concert Research“ schließen, zu dessen internationalen Forschungsgruppen auch das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik zählt.

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