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Von Berlin aus breitete sich das Phänomen langsam aus. Nun ist es auch in Stuttgart angekommen. Statt Schlachtenrufe wurden im Stuttgarter Waldau-Stadion christliche Weihnachtslieder gesungen.

Das erste Stuttgarter Weihnachtsliedersingen lockte am Sonntag, 22. Dezember, 4.100 Besucher ins Waldau-Stadion am Stuttgarter Fernsehturm. In zwei "Halbzeiten" wurden gemeinsam Popsongs, Weihnachtschoräle und Friedenslieder gesungen. Schirmherrin Gerlinde Kretschmann las eine Weihnachtsgeschichte vor. Veranstalter des Singens waren die christlichen Kirchen in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart und Sportvereinen.

Das Repertoire der Lieder reichte von "Tochter Zion" über "Feliz Navidad" bis "In der Weihnachtsbäckerei". Beim Abschlusslied "Stille Nacht" hielten alle Besucher im abgedunkelten Stadion eine brennende Kerze in der Hand. Chorerfahrung oder besondere musikalische Fähigkeiten brauche es zum Mitsingen nicht, so die Kirchen. Alle Liedtexte werden auf der Anzeigentafel eingeblendet.

Gesungen wird in vielen Fußballstadien

Weihnachtsliedersingen in Fußballstadien gibt es schon seit
vielen Jahren in Deutschland, unter anderem in Berlin, Dortmund und Düsseldorf. Die Idee zum gemeinsamen Singen im Stadion hatten im Jahr 2003 Fans des 1. FC Union Berlin. Inzwischen gibt es bundesweit ähnliche Initiativen. So trafen sich am zurückliegenden Wochenende in Leverkusen 15.000, in Nürnberg 10.000 und in Berlin gut 30.000 Weihnacht- und Fußballfans zum Singen.

SWR2 Weihnachtslieder Stille Nacht

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