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„Unerhörte“ Musik in Israel: Wagner-Fans planen den Tabubruch

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Seit der Staatsgründung Israels – und sogar in den Jahren davor – gibt es im Land einen inoffiziellen Boykott gegen Werke von Richard Wagner.

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Der Komponist war ein Antisemit und viele sagen: Auch sein Werk ist vom Antisemitismus geprägt. Wagner war Hitlers Lieblingskomponist. In Konzentrationslagern wurden Häftlinge gezwungen, seine Musik zu spielen.

Eine Gruppe von Israelis nennt Wagners Musik dennoch „göttlich“ und will im September in Tel Aviv vier Konzerte veranstalten. Israels Kulturminister ist empört. Die Anhänger der Wagner-Musik fordern, Werk und Person zu trennen. Aber geht das?

Musikthema Vor 20 Jahren dirigierte Barenboim in Israel Wagner - ein viel diskutierter Tabubruch

Am 7. Juli vor 20 Jahren dirigierte Daniel Barenboim in Israel Richard Wagners Vorspiel zu „Tristan und Isolde“: ein Tabubruch. Er würde nie Musik dirigieren, die antisemitisch sei, so die Erklärung des Maestro. „Warum kümmert Euch Deutsche, dass die Israelis keinen Wagner spielen? Wollt Ihr Wagner einen Kosher-Stempel aufdrücken?“ fragt jetzt der Weimarer Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov. Maria Ossowski hat ihn getroffen.  mehr...

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