Musikgespräch

„Transportierte Gefühle“: Der Tenor Jonas Kaufmann ist Star-Gast auf Schloss Salem

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Ines Pasz

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„Es ist schön, den Zauber der klassischen Musik weiterzugeben“, sagt Jonas Kaufmann. Der Tenor ist Star-Gast beim Open-Air-Sommernachtskonzert auf Schloss Salem am 4. August und gesteht gegenüber SWR2 nicht ohne Schalk: „Ich muss versuchen, mich nicht zu sehr verzaubern zu lassen!“

Er erzählt, warum ihn Arien und Evergreens aus Oper und Operette immer wieder emotional packen und warum das überhaupt eine der großen Stärken der klassischen Musik sei. Nebenbei verrät er, dass er ursprünglich einmal Mathematiker werden wollte.

Startenor Jonas Kaufmann mit Papp-Zwilling am SWR2 Stand auf Schloss Salem (Foto: SWR)
Startenor Jonas Kaufmann mit Papp-Zwilling am SWR2 Stand auf Schloss Salem

Auf Schloss Salem beim Open-Air-Sommernachtskonzert aufzutreten, ist etwas besonderes für den Tenor Jonas Kaufmann. Anders als in Konzert- und Opernhäusern, trifft er hier auf Publikum, das sich sonst eher nicht in ein klassisches Konzert trauen würde. Kaufmann macht es besonders Spaß, neues Publikum mit der klassischen Musik anzustecken.

„Es ist wahnsinnig schön, diesen Zauber an die Menschen zu geben und diesen Virus vielleicht zu injizieren, dass diese Menschen dann die Liebe zur Oper entdecken.”

Der Ort des Konzertes ist dementsprechend etwas einzigartiges, die Stücke hingegen hat Jonas Kaufmann schon unzählige Male gesungen. Es sind einige der berühmtesten Tenor-Arien, darunter "Nessun dorma" und "E lucevan le stelle". Jonas Kaufmann ist ein Sänger, der immer mit ganzer Emotion singt, wofür ihn das Publikum sehr liebt. Wie schafft er es die Stücke jedes einzelne Mal so zu verkörpern? Er sagt, es liege an der Musik selbst.

„Diese Stücke sind einfach so unglaublich gut, deshalb sind sie auch so beliebt und so berühmt, da sie einfach ein Publikum und auch mich in Sekunden in ihren Bann ziehen können. [...] Musik ist für meine Begriffe einfach dafür erfunden worden, Emotionen zu transportieren.”

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