Abendkonzert

SWR Vokalensemble & Marcus Creed mit Musik von Willaert, Monteverdi, Cavalli, Sotelo, Smolka und Nono

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Im Zentrum des Programms steht San Marco in Venedig und die prachtvolle Chormusik, die für diesen Dom entstanden ist. Ein himmelhoher Bau aus goldenen Kuppeln und weiten Hallen – und überall Balkone, paarweise einander gegenüberliegend. Was liegt da näher als die Idee, die Musiker überall auf den Balkonen zu verteilen? Mit Adrian Willaert, Francesco Cavalli und Claudio Monteverdi treten gleich drei Kapellmeister von San Marco in diesem Programm auf. Sie alle haben sich die besondere Architektur und Akustik des Markusdoms in ihren Kompositionen zunutze gemacht und mit räumlichen Effekten experimentiert. 400 Jahre später hat mit Luigi Nono ein weiterer Sohn Venedigs diese Idee aufgegriffen und auf ganz eigene Weise weiterentwickelt. Auch Mauricio Sotelo, Schüler von Luigi Nono, knüpft daran an. Ein Konzert, das räumliche Musik zum Thema macht und dabei Brücken von der Renaissance in die Gegenwart schlägt. Hinzu kommt mit Martin Smolkas »Sicut nix« eine Uraufführung: Es geht um Schnee. Mit seiner unnachahmlich innerlichen Musik lässt Smolka ein komplexes Porträt des Schnees entstehen, musikalisiert seinen Klang, seine emotionale Wirkung und seine symbolische Dimension.

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