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INTERVIEW

Vor sechs Jahren hat Danae Dörken auf Lesbos das Molyvos Music Festival gegründet. Das Kammermusik-Festival sollte Lichtblicke für die Bewohner des überfüllten Flüchtlingslagers Moria bringen. Wegen des Corona-Virus kann es aber dieses Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Ein Konzert wird dafür aus dem SWR Studio Stuttgart live gesendet.

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Unter freiem Sternenhimmel, im Hof einer Burgruine, mit Blick auf den Hafen. Das ist normalerweise die Kulisse des Molyvos International Music Festival auf der sonst aktuell eher trostlosen Insel Lesbos. Im völlig überfüllten Flüchtlingslager Moria leben zur Zeit über 19.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen und in großer Angst vor dem Corona-Virus. Da vergisst man fast die Schönheit und historische Bedeutung dieser Insel, die schon immer ein Schnittpunkt der Kulturen war.

Der Blick auf Molyvos (Foto: Molyvos International Music Festival - © Jean Francois Renaud)
In der Burg-Ruine von Molyvos findet das Festival statt. In Molyvos liegen auch die Wurzeln von Danae Dörkens griechischen Familie. Molyvos International Music Festival - © Jean Francois Renaud

Die deutsch-griechische Pianistin Danae Dörken will das ändern und in diese schwierige Lage musikalische Lichtblicke bringen. Beim Molyvos International Music Festival gibt es eine Woche lang Kammermusik-Konzerte für die Bewohner der Insel und für Gäste.

Dieses Jahr kann das Festival nicht in bewährter Form stattfinden. Aber SWR2 hat Danae Dörken eingeladen, das Molyvos-Festival kurzerhand ins Funkstudio nach Stuttgart zu verlegen. .

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