Musikgespräch

„Start Jupiter“ – Projekt ermöglicht musikalische Förderung für Schulklassen

Stand
INTERVIEW
Ulla Zierau
ONLINEFASSUNG
Dominic Konrad

Jupiter, ein großer Konzern in Taiwan, stellt Blasinstrumente her. Gemeinsam mit dem Marburger Unternehmen Musik Meyer hat Jupiter ein Förderprogramm für Schulklassen entwickelt. Besonders in Grundschulen sei der Mangel an musikalischer Erziehung groß und das Projekt willkommen, erläutert Manfred Bengfort im Gespräch. Bewerbungen sind bis 31. Juli möglich.

Audio herunterladen (13,4 MB | MP3)

Musikalisches Förderprogramm für alle allgemeinbildende Schulen

Vor fünf Jahren haben Musik Meyer und Jupiter das deutschlandweite Förderprogramm für allgemeinbildende Schulen entwickelt. Manfred Bengfort war von Beginn an dabei.

Grundsätzlich können sich alle Schulen bewerben, erklärt der Produktmanager bei Musik Meyer. Auch Grundschulen seien gerne willkommen, denn dort sei die Not am Größten und entsprechend könne das Angebot dort am besten platziert werden.

Ganz bewusst richte sich das Angebot dabei an Schulen, die noch keine musikalische Ausrichtung haben. Hier gelte es, einen Bezug zur musikalischen Förderung aufzubauen und den Kindern den Spaß und das Gemeinschaftsgefühl durch musikalische Bildung näher zu bringen.

Menschen mit Trompete (Foto: IMAGO, Noah Wedel)
Gemeinsames Musizieren kann bei Schülerinnen und Schülern das Gemeinschaftsgefühl fördern. Die Förderung von „Start Jupiter“ kann deshalb gerade Schulen ohne etabliertes Musikprogramm helfen.

20 Instrumente pro geförderter Klasse und begleitendes Lern- und Fördermaterial

Das Projekt „Start Jupiter“ stellt den Schulen bis zu 20 Instrumente pro Klasse zur Verfügung. Daneben stehen die Förder-Unternehmen den Klassen ein ganzes Schuljahr mit Rat und Tat zur Seite. Es gibt grundsätzliche Schulungen, erste Grifftabellen sowie eine digitale Lernplattform, die von den Schulen genutzt werden können, so Bengfort.

So können sich geförderte Schulen mit Fragen zur musikalische Ausbildung an das Projekt wenden. Auch T-Shirts für die Musikklassen oder Preise für eine „School-Challenge“ seien möglich.

Generell können Musikklassen auch gezielt gefördert werden. „Start Jupiter“ statte auch reine Holz- und Blechbläser-Klassen aus, Abweichungen von der Standard-Förderung seien möglich.

Manfred Bengfort (Foto: Manfred Bengfort, Artist Music)
Manfred Bengfort ist als Produktmanager bei Musik Meyer für die Kooperation mit dem taiwanesischen Instrumentenbauer Jupiter zuständig.

Erfolgreiches Programm seit fünf Jahren trotz Pandemie

„Start Jupiter“ existiert seit fünf Jahren. Das erste Jahr, erinnert sich Bengfort, lief so gut, dass der taiwanesische Instrumentenbauer das Projekt unbedingt weiter fördern wollte. Dann gingen wegen der Corona-Beschränkungen, die neben dem Singen vor allem auch die Blasinstrumente schwer trafen, die Bewerbungen drastisch zurück. 10 - 15 Bewerbungen waren es in den Corona-Zeiten.

Dennoch existiert das Programm nach wie vor und geht nun für das neue Schuljahr in seine nächste Runde. Bewerbungen sind bis 31. Juli möglich. Mehr Informationen finden Sie auf der Projekt-Homepage.

Jugendförderung

Musikthema Schüler managen ein Klassikkonzert: TONALi-Tour des Stuttgarter Kammerorchesters

Unter dem Motto „Jugend managed Klassik“ organisierten Schülerinnen und Schüler ein besonders Konzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester.

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Neue Studie Klassik und Förderung im Elternhaus: Bleibt die Klassikwelt Nicht-Akademikern verschlossen?

In Sachen Diversität tut sich einiges in der klassischen Musik: Fragen um Identität und Gleichberechtigung der Geschlechter werden diskutiert. Trotzdem bleibt die Klassikwelt für viele Interessierte oder angehende Musikerinnen und Musiker ein abgeriegeltes System – schlicht, weil sie es sich finanziell nicht leisten können oder der familiäre Hintergrund nicht stimmt. Es braucht mehr Chancen für Klassik-Quereinsteiger, findet auch VAN-Herausgeber Hartmut Welscher.

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Stand
INTERVIEW
Ulla Zierau
ONLINEFASSUNG
Dominic Konrad