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Musik, Klang und Gewalt
Von Friedemann Dupelius

Krieg ist lauter als Musik. Doch gerade gewaltsame Konflikte führen zu künstlerischen Gegenreaktionen - von Improvisationen mit dem Bombendonner bis zur Neu-Aneignung von Musik als persönliche "Waffe", um ihrem kriegerischen Missbrauch etwas entgegenzusetzen. Berüchtigt ist die akustische "No Touch Torture" - die musikalische Folter in Guantanamo, in der sich globale Machtansprüche widerspiegeln. Ein besonderer Umgang mit den Sounds des Kriegs findet sich in der Audioforensik, die mit akustischen Methoden zur Aufklärung von Kriegsverbrechen beiträgt und auch in Klanginstallationen einfließt.

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