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Der Schweizer Bundesrat hat Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen. Konzerte bis 300 Personen sind wieder möglich. Bei Live-Musik ist die Bedingung: "Konsumation sitzend".

Alphörbläserinnen im Engadin (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Prisma/Sonderegger Christof)
Bei allen Musikveranstaltungen in der Schweiz gilt: Alle Personen müssen zwei Meter Abstand halten. Prisma/Sonderegger Christof

Die Schweiz lockert wegen der geringen neuen Corona-Zahlen ihre seit März verhängten Beschränkungen weiter. Wie die Schweizer Regierung gestern, 27. Mai, mitteilte, sind ab 6. Juni Versammlungen von bis zu 300 Menschen wieder erlaubt. Somit dürfen auch Konzert- und Opernhäuser wieder öffnen, solange sie ein Schutzkonzept vorlegen. Unmittelbar nach der Entscheidung verkündeten die ersten Veranstalter wie das Opernhaus Zürich, das Lucerne Festival und das Engadin Festival ihre Wiederaufnahmepläne.

"Lucerne Festival plant ein neues, kurzes Festival in der zweiten August-Hälfte! Das Festival soll unter einem Leitthema stehen und wird Veranstaltungen im @kklluzern und an verschiedenen weiteren Standorten in der Stadt Luzern präsentieren."

Lucerne Fesival via Twitter am 27. Mai, 19.40 Uhr

Engadin Festival schon mit neuem Programm

Neben dem Lucerne Festival hat auch das Engadin Festival bereits mitgeteilt, 2020 mit geändertem Programm stattzufinden und dieses auch gleich präsentiert. Stolz verkündete das Festival auch von einem gelungenen Coup nach dem Motto "Eine Krise bietet immer auch ihre Chancen." Die Pianistin Martha Argerich wird das 80. Engadin Festival am 2. August eröffnen. Zum Ende des auf acht Tage gekürzten Festivals wird Pianist Grigory Sokolov zweimal auftreten.

Veranstaltungen in Zürich

Die Stadt Zürich teilte heute, 28. Mai, bereits mit, dass "diverse von der Stadt organisierte Kulturveranstaltungen im Sommer 2020 in angepasster Form" stattfinden. Darunter sind auch die Serenadenkonzerte im Park der Villa Schönberg. Auch das Opernhaus Zürich will noch vor der Sommerpause seinen Betrieb in reduzierter Form wieder aufnehmen. Über die konkrete Programmplanung für den Rest der Saison will das Haus so schnell wie möglich informieren.

"Wir freuen uns daher sehr über die Lockerungen und die neu gewonnenen Möglichkeiten, unserem Publikum mit einem der Situation angepassten Programm noch in der laufenden Saison wieder persönlich zu begegnen."

Andreas Homoki, Intendant Opernhaus Zürich, in der NZZ

Für die Schweizer Hauptstadt hat gestern auch das Theater Bern angekündigt, bereits ab 10. Juni wieder täglich ein Konzert oder eine Produktion im Stadttheater zu präsentieren. Die dortige Bundesregierung will am 24. Juni entscheiden, wann wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen zugelassen werden. Derzeit sind Großveranstaltungen noch bis mindestens Ende August verboten.

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