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Ludwig van Beethoven: "Missa solemnis" für 4 Soli, gemischten Chor, Orchester und Orgel D-Dur op. 123.
Der Dirigent Frieder Bernius im Gespräch mit Dorothea Bossert.

Ursprünglich für die Inthronisation seines Gönners Erzherzog Rudoph gedacht, wurde Beethovens "große Messe" erst Jahre nach diesem Ereignis fertig und wuchs sich aus zum Bekenntniswerk. Mit dramatischem Zugriff und aufgeklärtem Religionsverständnis zielt Beethovens Musik darauf, authentische religiöse Gefühle in den Zuhörern zu wecken.

Die bunt zusammengewürfelten Musiker und Sänger, die bei der Uraufführung auch noch die 9. Sinfonie zu bewältigen hatten, sind an ihren Ansprüchen gescheitert, denn Beethoven verwandelt die Traditionen des Kirchenstils ziemlich kompromisslos ins Symphonische.

Frieder Bernius hat sich jahrelang mit dieser Messe auseinandergesetzt und sie erst aufgenommen, als er nicht nur ihre Wunder kannte, sondern auch eine Lösung für ihre Tücken hatte.

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